Chia (Sardinien)

Kurzinfo

Geeignet für: Windsurfer, Kitesurfer, Wellenreiter

Revier: Flachwasser, Welle

Windrichtung: beste Scirocco, fahrbar Scirocco, Mistral

Chia liegt an der Südostspitze Sardiniens zwischen Pula und Teulada. Der Spot bietet neben klasse Surfbedingungen auch fantastische Sandstrände und kristallklares Wasser an kleinen Buchten, an denen man ausserhalb der Saison fast alleine liegt. Geografisch gesehen ist man näher an Afrika als an Porto Pollo, und meistens ist es immer ein paar Grad wärmer als dort. Wenn dann auch noch Wind ist, erscheint es fast unverständlich, warum sich alle in Porto Pollo auf dem Wasser drängeln… auch hier: soll’n sie ruhig 😉

Wegbeschreibung

Chia ist von Cagliari oder Teulada aus schon ausgeschildert. Der Abzweig nach Chia geht links von der SS 195 runter. Im Ort fährt man bis zum Abzweig ‚Capo Spartivento‘ auf der linken Seite (etwa 200m nach der Bar Baia Chia), und dann kurz vor dem Hotel ‚Su Giudeu‘ links auf den Parkplatz des ‚Spiaggia Campana‘. Dort bis zum Ende durch, und dann sind’s nur noch 100m bis zum Wasser. Der Parkplatz eignet sich ausserhalb der Saison auch zum übernachten im Womo, es gibt sogar Duschen links im Schilfstreifen vor dem Hotel (das dann schon geschlossen ist). Alternativ bietet sich der Womo-Stellplatz rechts vom Parkplatz, ein kurzes Stück nach dem zweiten Abzweig, an.

Ein zweiter Spot (ungetestet) liegt an dem breiten Sandstrand direkt im Ort, wenn man am Supermarkt Richtung Torre Chia und dann zur Tauchschule fährt.

Spotbedingungen

Wenn Chia ein paar Tage Mistral hatte, ist der Spot ein Paradies für Flachwasserheizer. Der Wind fegt sid-off bzw offshore über das Wasser und bügelt jegliche Falten raus, ideal für schnelle Jibes (oder die Übung derer;-) und andere Flachwassermoves. Dreht der Wind etwas westlicher, laufen etwas weiter draussen kleine Rampen zum Springen.

So richtig zum Wavespot wird Chia aber erst bei (oder kurz nach) südlichen Winden, die dann side-on bzw. onshore kommen. Ein Tag Scirocco reicht schon aus, um fantastische, bis zu 2m hohe Sets an den Strand zu schieben, da nichts zwischen Afrika und Sardinien ihre Kraft bremst. Ein oder zwei Tage mehr, und man hat richtig hohe Klopfer, die sich in der Bucht auftürmen, perfekte Sets aus kristallklarem Wasser zum Abreiten und Loopen. Da die ersten Meter des Strandes relativ flach verlaufen (man kann bis zu 20m weit raus noch stehen…in den Wellentälern;-), gibt es im vorderen Bereich ordentlich Weisswasser und ein wenig Waschmaschine. Wem der Break zu hart ist, der ist etwas weiter in der Mitte der Bucht einfacher draussen, dort geht eine kleine Zunge ins Wasser.

Meistens hält der Scirocco nicht lange an (gut so – er bringt gern mal schlechteres Wetter mit), und wenn der Wind dann weiter auf westliche oder nordwestliche Richtungen dreht, reicht der Swell immernoch für ein paar Tage feinstes Waveriding. Bei offshore oder einschlafendem Wind findet man hier dann alle Locals aus der Umgebung für klasse Wellenreit-Sessions, die Wellen laufen dann teilweise auf 100…200m Breite und brechen dicht am Strand. Je nach Swell-Richtung oder bei auffrischendem Mistral kann man ein paar 100m weiter rechts oder in die andere Bucht links vom Spot laufen, um die perfekte Welle zu finden… aber finden wird man sie bestimmt! Bei starkem side-on Swell von rechts zieht allerdings eine ziemliche fette Strömung am Felsen auf der linken Seite des Spots, also Vorsicht!

Obwohl der Spot mit seinem breiten Strand auch zum Kitesurfen gut funktioniert, sind es meistens Touris, die hier her kommen. Locals sieht man eher selten. Mag daran liegen, dass Kiten auf der Seite von Sardinien weniger verbreitet ist als Wellenreiten, aber bei südlichen bis Westwind lohnt sich das Anblasen auf jeden Fall!

Chia eignet sich gut als Ausgangsbasis für kleine Trips in die Umgebung. Laut den Locals ist Santa Maria di Pula (südlich Richtung Cagliari) für Scirocco klasse, und Porto Pino (nordwestlich, hinter Teulada) soll perfekte Sideshore-Wavebedingungen bei Mistral bieten (Infos? Her damit!)

Alles in allem ist Chia IMHO der beste, da vielfältigste, Spot auf ganz Sardinien. Ob mit Windsurfer, Kite, Wellenreiter oder auch nur Bodyboard, bietet Chia wirklich alles, um ein paar Tage Monster-Spass zu haben. Selbst ohne Wind und Wellen (kommt leider auch mal vor…) sind die Möglichkeiten zum Schnorcheln oder faul am feinsten Sandstrand oder in den Dünen abhängen einfach perfekt. Wir kommen wieder!

Author: Jörg

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3 Kommentare

  1. Hallo Jörg – kann man in Chia auch Material mieten? Hast du eine Hotel Empfehlung?

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    • Ist zwar schon lange her, aber gab es auf deine Frage, ob man Surfboards mieten kann, eine Antwort?

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