Königshafen / List (Sylt)

Kurzinfo

Geeignet für: Windsurfer, Kitesurfer, Einsteiger

Revier: Flachwasser, Stehbereich, Welle

Windrichtung: beste je nach Spot, fahrbar alle

Sylt ist wohl der Surfspot schlechthin. Alljährlich pilgern tausende Surfer zum nördlichsten Punkt der Republik, um dem Windgott ein Opfer zu bringen, oder um dem Worldcup vor Westerland beizuwohnen.

Wegbeschreibung

Die Fahrt nach Sylt lohnt sich eigentlich nur, wenn man ein paar Tage mehr bleibt oder als Gruppe rüberfährt. Da Sylt mit dem Festland nur über einen Damm verbunden ist, und man diesen nicht mit dem Auto überqueren kann, ist man zwangsläufig auf den Autozug oder die Fähre von Rømø angewiesen. Der Autozug von Niebüll kostet rund 150DM (unabhängig der mitgenommenen Personen), die Fähre von Havneby etwa 100DM, doch ist Havneby ca. 50km weiter zu fahren. Je nach Verbrauch und Zeit kann man sich also überlegen, was besser ist.

Anfahrt Niebüll

Über die A7/E45 Hamburg-Flensburg bis zur Abfahrt Flensburg Harrislee, von dort aus auf der B199 (Richtung Leck) bzw. B5 nach Niebüll. Der Autozug ist fast von der Autobahnabfahrt ab ausgeschildert. Die Anfahrt über die A23 Hamburg-Heide lohnt sich meist nicht, da die B5 ab Heide ziemlich voll ist, und man nur langsam vorankommt. Den Fahrplan gibt es unter autozug.de.

Anfahrt Havneby

Über die A7/E45 Hamburg-Flensburg bis zur Abfahrt Kliplev/Rømø in Dänemark, dann über die 175 nach Rømø. Die Fähre ist ausgeschildert. Den Fahrplan und eine Karte gibt es hier.

Der Königshafen bezeichnet die Bucht zwischen List und dem ‚Ellenbogen‘, das Nordende sowohl der Insel, als auch ganz Deutschlands. Man kommt von beiden Seiten aus gut an das Wasser. In List fährt man in Richtung des Fähranlegers, und dann am Kreisel links auf den grossen (kostenfreien) Parkplatz. Der beste Zugang ist an der Katamaranschule in der äussersten Ecke des Platzes. Diese Seite ist für Anfänger nicht zu empfehlen.

Zur anderen (und weitaus schöneren) Seite fährt man zwischen Kampen und List links in Richtung Naturschutzpark Ellenbogen (ausgeschildert). Man muss eine ganze Ecke fahren, bevor auf der linken Seite ein Häuschen kommt, wo die Kurtaxe von 6…8DM kassiert wird. Danach geht es noch ein ganzes Stück weiter, aber im Prinzip kann man sich die Parkplätze anhand ihrer Nähe zum Wasser aussuchen. Der beste Ort ist auf dem vorletzten Parkplatz, etwa 1…2km vor dem Ende der Strasse, man muss etwa 100m weit schleppen.

Spotbedingungen

Die Lister Seite funktioniert fast nur bei Südost oder Nordwest, da man dann am besten an der Insel im Königshafen vorbeikommt. Die Strömung im Priel ist bei auf- oder ablaufendem Wasser nicht zu unterschätzen, gerade bei SO und Ebbe zieht es einen ziemlich schnell in Richtung Rømø. Daher sollten Anfänger diesen Bereich meiden. Der Vorteil dieser Seite ist aber, das man unabhängig des Tidenstandes im Königshafen ein für Sylter Verhältnisse einfaches – da vielerorts stehtiefes – Revier hat. Man findet grösstenteils Flachwasserbedingungen, nur bei Südwest baut sich eine etwa 1m hohe Welle vor der Insel auf. Direkt vor dem Hafen befinden sich versunkene Häuser, Muschelbänke und Buhnen im Wasser, bei Niedrigwasser sollte man aufpassen.

Auf der Seite des Naturschutzgebietes sind Nordost und Südwest die optimalen Richtungen, da sie die längsten Schläge erlauben. Grundsätzlich sind aber alle Richtungen fahrbar. Das Revier ist selbst bei Hochwasser fast überall stehtief und somit auch anfängergeeignet. Nur bei Nordwest hat man draussen eine 1m Welle, ansonsten herrschen hier reine Flachwasserbedingungen Bei ablaufendem Wasser wird der Stehbereich allerdings schnell zur Schleudersturzfalle, da dann keine Handbreit mehr zwischen Schlick und Finne liegt. Befahrbar ist der Königshafen maximal 3h vor und nach Hochwasser. Wer tidenunabhängig fahren will, sollte am letzten Parkplatz reingehen, nur bei Nordwest und Ebbe stört eine Muschelbank in Richtung Bucht. Dafür sollte man auf die Strömung achten!

Für die wirklich mutigen unter euch sei noch erwähnt, dass man auf der Seeseite des vorletzten Parkplatzes bei ablaufendem Wasser und westlichen Winden nur Raumschot ballern kann, da Strömungsrichtung und Windrichtung sich gegenseitig aufheben. Dafür muss man allerdings das Equipment über die Dünen etwa 200…300m weit tragen. Mann kann bei gutem Wetter in 15min bis Rømø rüber und hat in der Mitte eine grosse Brandung. Auf den einschlägigen Syltkarten ist das Gebiet wegen der starken Strömung mit einem Totenkopf markiert, also nie alleine rausfahren!

Author: Jörg

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