Torbole (Gardasee)

Kurzinfo

Geeignet für: Windsurfer

Revier: Flachwasser, Kabbelwasser

Windrichtung: beste Ora, fahrbar keine Angabe

Wegbeschreibung

Vom der Brennerautobahn A22 Ausfahrt „Rovereto Sud – Lago di Garda Nord“, bis Torbole ist ausgeschildert.

Spotbedingungen

Conca d´Oro

Wenn man am Kreisverkehr im Zentrum Torboles Richtung Malcesine fährt, liegt das Conca d´Oro kurz hinter dem Ortsausgang auf der rechten Seite direkt am Wasser. Es gibt hier eine Surfschule, wo man Unterricht nehmen, sein Material lagern, oder auch einfach Material ausleihen kann. Meiner Meinung nach ist es der beste Spot in Torbole, um bei der Ora aufs Wasser zu kommen. Man ist mit einem Schlag auf der anderen Seite des Sees bei Ponale, wo der Südwind meistens doch etwas kräftiger weht als in Torbole selber. Man muss natürlich aufpassen, dass man, wenn der Südwind anfängt einzuschlafen, rechtzeitig den Heimweg Richtung Conca antritt.

Nach dem Windsurfen kann man in der netten Strandbar eine gut Pasta essen, etwas trinken, und es sich dann auf dem Rasen in der Sonne gemütlich machen. Da man hier auf der Ostseite des Sees ist, hat man hier auch noch ziemlich lange Sonne. Der Vento reicht hier meistens nicht aus, um wirklich gut ins Gleiten zu kommen, aber das hängt natürlich auch ein bisschen von den eigenen Ansprüchen ab. Mit grossem Brett und 6.5er Segel könnte es doch des öfteren funktionieren.

Die Nachteile dieses Spots sind einmal die Parkplatzgebühren, wenn man mit dem eigenen Material angereist ist (6 bis 10 Euro – weiss ich nicht so genau, ist halt Italien!!), und dann die Tatsache, dass es hier an einigen Wochenenden und im Hochsommer doch sehr schnell voll wird. Das heisst, man muss sich rechtzeitig seinen Parkplatz sichern und die Gesellschaft vieler Windsurfkollegen auf engen Raum schätzen (die locals meiden deshalb an Wochenenden oft den See und ziehen sich in die Berge zurück, wo man selbst im Sommer die absolute Ruhe finden kann). Ansonsten kann man sich an diesem Spot auch mit Familie wirklich sehr wohl fühlen, da die Surfschul- und Barbetreiber auch wirklich sehr nett sind. An allen Dienstag Abenden im Sommer gibt es z.B. in der Strandbar eine „Festa latinaamericana“, wo man überflüssige Energien noch vertanzen kann. Hier findet übrigens auch der King of the Lake Anfang Juli statt, sehr lustig und eine gute Party!

Lido Blue

Fährt man am Kreisverkehr rechts Richtung Riva und biegt kurz vor der Brücke über die Sarca links Richtung See ab, so findet man das Lido blue (es ist auch ausgeschildert). Die Parkmöglichkeiten sind hier glaube ich allerdings sehr beschränkt. Es gibt hier aber auch einen Campingplatz, von dem man sein Material zum Wasser tragen kann. Die Surfschule ist die kleinste in Torbole, was ich persönlich aber eher als sehr positiv sehen würde (kein Fabrikbetrieb). Ausserdem ist das Lido blue und der angeschlossene Campingplatz wohl nach Conca d´Oro die beste Möglichkeit, um Nachmittags bei Südwind so schnell wie möglich ins Gleiten zu kommen. Man kann auch von hier mit ein zwei Schlägen nach Ponale rüberdümpeln, wenn die Ora in Torbole zu schwach ist. Nordwindsurfen kann man hier auch eher mit grossem Material.

Surfschule Vasco Renna

Diese relativ grosse Surfschule liegt ziemlich nahe zum Zentrum (ein wenig Richtung Riva). Mit den Parkmöglichkeiten ist es hier glaube ich auch ziemlich schwierig, aber wenn man einen Surfkurs machen will oder sich Material hier ausleihen will, ist die Schule natürlich auch sehr schnell zu Fuss oder mit dem Rad zu erreichen. Bei schwächeldem Ora von hier aus aufs Wasser zu gehen ist natürlich möglich, aber wie schon gesagt gibt es auch bessere Möglichkeiten.

Surfschule Marco Segnana

Ist wohl die grösste Surfschule am Gardasee. Sie ist direkt an der Mündung der Sarca gelegen. Es gibt hier eine kleine Bucht, wo man sich als Anfänger natürlich recht sicher fühlt. Rein windtechnisch gesehen ist es nachmittags wohl die schlechteste Möglichkeit aufs Wasser zu kommen, da der Monte Brione hier einen ziemlichen Luvstau verursacht. Das heisst, in der Bucht ist kein Wind, aber eine ziemlich ungemütliche Kabbelwelle. Für Einsteiger ist es vormittags bei Nordwind ganz gut. Es gibt hier auch eine grosse Liegewiese und ein Strandcafe.

Ansonsten gibt es natürlich einige Campingplätze in Torbole, die direkt am Wasser gelegen sind und von denen man direkt sein Material ans Wasser tragen kann. Das heisst, man spart sich die Parkplatzsuche und auch die Kosten dafür, muss aber ein wenig (oder auch mehr) Rumgedümpel in Kauf nehmen.

Autor

Jessica König

Fotos

Harry Förstner

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