Kreta (2 Spots)

Kurzinfo

Geeignet für: Windsurfer, Kitesurfer, Einsteiger

Revier: Flachwasser, Welle

Windrichtung: beste keine Angabe, fahrbar keine Angabe

Kreta Nord (Ost) generell

Auf der gesammten Nordküste von Heraklion nach Osten gibt es während des Sommers viele Starkwindtage. Der Wind kommt meist aus Nordwest und somit schräg auflandig. Für die meisten Leute waren aber dann die Wellen zu hoch. So gibt es an manchen Strandabschnitten wochenlang rote Flagge. Man muss auch relativ grosse Segel fahren, um den Luvstau zu überwinden (5,5 bei meinen 72 kg). Die Wellen sind unregelmässig und ähnlich der Nordsee. Surfen wird aber von den meisten Hotels obwohl sie es anbieten nicht gross beworben, da bei den Wellen viel Material geschrottet wird. Ausserdem würde Ärger geben, wenn jemand man zum Surfen nach Kreta fährt und dann den ganzen Urlaub Rote Flagge hat. Die Bedingungen sind auch nichts für Anfänger, da die Wellen sehr schnell recht gross werden. Ausserdem haben die „guten Hotels“ Handicaps, die bei Extrembedingungen problematisch sind (Robinson und Magic Live Steine unter Wasser, Grecotel Kreta Sun eine Recht schwierige Ausfahrt aus der Bucht beim starten).

Geheimtip: Bei viel Wind vor 12:00 Uhr ganz links in der Bucht vom Grecotel starten. Dann kommt man mit einem Schlag raus. Dann draussen bleiben so lange man kann. Wenn man rein muss und die Wellen sind wirklich hoch, dann ist der Shorebreak heftig und man sollte eine Sinkerwende in der Welle können, da man dann meist einmal aufkreuzen muss. Sonst geht es ab in die Steine am rechten Ende der Bucht.

Besser, aber touristisch nicht erschlossen: Wave Spot Sitia

Wird nur von ein paar Einheimischen gesurft und funktioniert bei starkem Meltemi. Wenn man von Sitia Richtung Heraklion fährt, dann kommt nach einigen Kilometern ein Flughafen. Von dort noch etwas weiter kommt eine starke Linkskurve mit einer Tankstelle. Danach 100 Meter und dann auf eine echt schlechten Strasse ca. 20 min zum Strand. Die Strasse geht entlang einiger echt wild aussehender Buchten, bis sie in einer grösseren Bucht an einer Kapelle endet. Die Kapelle liegt auf einem Hügel, der sich ins Meer fortsetzt. Auf diesem Hügel bricht auch die Welle. Je nach genereller Wellenhöhe etwas weiter drinnen oder draussen. Auf jedem Fall berechenbar. Im leicht spitzen Winkel zum Wind – Perfekt für Backloop. Wellen bis 3 Meter sind keine Seltenheit. Dann muss man aber in Lee hinter der Kapelle starten und man muss dann entweder 10m schwimmen oder ein grösseres Segel fahren. Das angehängte Bild wurde an einem moderaten Tag gemacht.

Flachwasser bis Freestyle Revier in der Bucht von Paleokastro

Definitiv den besten und meisten Wind hat man in Paleokastro in direkt in der Bucht vor dem Dorf. Dort gab es früher eine Station, die aber nicht gut gelaufen ist, weil es nur wenige ordentliche Hotels dort gibt. Surfen ist dort aber absolut unproblematisch. Jetzt versucht es aber anscheinend wieder jemand mit einer Station. Der Wind fällt über den Berg herunter und wird dadurch verstärkt. Er sideshore bis side/side/offshore aus der Bucht. Am Ende der Bucht gibt es aber eine kleine Insel and deren Rand Steine sind, aber man kommt dort wieder heraus, da die Wellen kaum grösser als 50 cm sind.

Kreta wird surftechnisch viel zu schlecht verkauft. Es gibt dort wahrscheinlich neben Karpathos den meisten Wind und sicher die grössten Wellen in Griechenland (bei Meltemi), da die Wellen von keiner vorgelagerten Insel gebrochen werden. Wer sich davon selber überzeugen will soll hier schauen: http://www.poseidon.ncmr.gr/wave_forecast.html Speziell das Eck um Paleokastro ist oft das einzige wirklich rote – und das heisst viel Wind. Kreta auf der Nordseite ist aber sicher kein Einsteigerspot. – Mit Ausnahme Paleokastro.

Die Ecke um Paleokastro und auch der Südosten ist wunderschön und touristisch noch kaum erschlossen. Ausnahme ist der Palmenstrand Vai, den man eher meiden sollte. Der war früher wunderschön, aber jetzt werden dort täglich >10 Turibusse abgefertigt und es wirklich nach Massentourismus aus. Eine Bucht weiter hat man es wunderschön zum Baden mit einer historischen Ausgrabungsstätte. Weiters gibt es dort böigen ablandigen Wind. – Ein Platz zum Relaxen mit Family. Im Südosten gibt es einfach nur schöne verlassene Strände.

Anreise: Heraklion und dann bis zu 3 Std Fahrt nach Paleokastro. In Sitia gibt es auch einen Flughafen, aber da muss man mit Olympic mindestens einmal umsteigen. Den Flughafen habe ich nie genutzt und der schaut auf dem Felsen zwar spektakulär aus – Ich denke aber eine grosse Maschine wird da nie landen können.

Autor

Sepp Kainzner

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