Wangerooge

Kurzinfo

Geeignet für: Windsurfer, Kitesurfer, Einsteiger

Revier: Flachwasser, Stehbereich, Welle

Windrichtung: beste keine Angabe, fahrbar keine Angabe

Wegbeschreibung

Wangerooge ist die östlichste der Ostfriesischen Inseln. Sie ist als Spot nicht so bekannt wie Norderney, aber sie hat auch keinen Flessi als berühmtesten Spross der Insel:-). Man fährt auf der A29 Richtung Wilhelmshaven bis zur Abfahrt Wilhelmshavener Kreuz, dann in Richtung Jever. Durch Jever durch, der Strasse folgen und direkt hinter Jever nach rechts ab in Richtung Carolinensiel. In der Ortsmitte von Carolinensiel geht es nach rechts ab Richtung Harlesiel. Hier ist der Anleger, von dem die Fähre nach Wangerooge übersetzt. Das Auto muss hier leider stehenbleiben, denn abgesehen von E-Karren und einem Krankenwagen ist Wangerooge ‚autofrei‘. Die Fahrtzeit der Fähre beträgt rund 90 Minuten, der Fährverkehr ist von der Tide abhänging, es gibt also täglich wechselnde Abfahrtszeiten. Der Transport eines Boards hinüber kostet 40DM. Als einzige Fährlinie zu den Ostfriesischen Inseln ist diese noch immer in fester Hand der Deutschen Bahn. Auf Wangerooge angekommen bringt einen die „Inselbahn“ in den Ort.

Zum Transport des Equipments kann man sich bei der Surfschule (direkt am Spot) einen Surfwagen ausleihen, oder wahlweise den Kram dort gegen eine kleine Gebühr einlagern.

Spotbedingungen

An der Seeseite findet man Sandstrand mit sehr feinem Sand. Zwei Pfahlreihen sind vor dem Surfstrand versenkt (Abstand rund 600m). Bei Niedrigwasser kommen diese allerdings komplett frei. Bei Hochwasser sollte man die Pfähle lieber in einigem Abstand umschiffen. Mehrere Sandbänke sind der Insel vorgelagert – bei Wind brechen sich teilweise die Wellen sehr sauber.

Wangerooge liegt in der Westwindzone, das heisst in diesem Fall Sideshore-Wind von links. Westwind ist auf Wangerooge auf der Seeseite ideal zum Springen und zum Wellenabreiten. Bei mehreren Tagen Wind hintereinander baut sich eine schöne Dünungswelle auf. Brutal wird dann nur der Shorebreak, also die Wellen, die direkt auf den Strand brechen. Das erfordert einige Übung. Hat man es aber hier erstmal durch geschaft wird man mit guten Surfbedingungen belohnt. Erschwerend wirkt sich oft die Stömung aus, die an der Nordseeküste je nach Tide nach links oder rechts parallel zum Strand bemerkbar macht. Geht man aber immer dann aufs Wasser, wenn die Strömung entgegengesetzt dem Wind fliesst (Ebbe/Flut), ist kaum noch etwas hiervon bemerkbar.

Wind aus Nord ist auf der Seeseite am schwierigsten zu fahren, da dann Wind und Wellen aus einer Richtung kommen und man sich erst hinter den brechenden Teil der Wellen kämpfen muss (etwa 50m).

Wind aus Osten bedeutet auf Wangerooge auf der Nordseite super Slalombedingungen. Auch bei mehreren Tagen Wind hintereinander baut sich nur eine minimale bis sehr kleine Welle auf.

Südwind ist auf der Nordseite nur sehr bedingt surfbar, da der Wind dann ablandig weht.

Auf der Wattseite von Wangerooge kann man bei Hochwasser zwei bis drei Stunden fahren. Das Wasser ist stehtief, es gibt keine Strömung. Windabhängig entsteht eine kleine Kabbelwelle. Nahezu alle Windrichtungen sind hier fahrbar. Mit einem Surfwagen geht man von der Surfschule aus etwa 10 Minuten zu Fuss hierhin. Da das Wasser hier flach ist und man ohne Wellen seltener in das Nass fällt, kann man, mit ausreichend dickem Neopren ausgestattet bis weit in den Herbst und Winter hinein surfen. Die Faustregel unter Wangeooger Surfern ist, dass die Wassertemperatur egal ist, nur die Lufttemperatur sollte über 10 Grad liegen.

Autor

Martin Birtel

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