Safaga

Kurzinfo

Geeignet für: Windsurfer, Kitesurfer

Revier: keine Angabe

Windrichtung: beste keine Angabe, fahrbar keine Angabe

Reisebericht

Hi Leute, bin Ende November aus Safaga zurückgekommen und möchte hier mal meine Eindrücke zum Besten geben. Der vorrangigste Grund nach Safaga zu fahren, war der angeblich etwas stärker wehende Wind als er vergleichbar in Hurghada weht. Die nach Hurgada fahrenden Surfer werden vielleicht genau das Gegenteil sagen. Vielleicht kann ich einigen Leuten, die sich ebenso wie ich in erster Linie surferischer Weise in Safaga betätigen wollen, ein paar Tipps geben – die ich leider nicht hatte!

Ich beginne mit dem wichtigsten und zähle mal die Surfstationen der Reihe nach von Norden nach Süden auf:

1) Mistral – Die mit Abstand beste Stelle um ins Wasser zu gehen ist am Hotel Shams. Das Wasser ist ca. 50m weit rein stehtief und falls Wind ist??? – kann man seinen Lieben am Strand eine Halse, Duck Jibe oder, oder nach dem anderen vorführen – Kamera nicht vergessen! Dort befindet sich auch das Mistral Surfcenter mit sehr gutem Material. Leider haben alle anderen Surfschulen einen schlechteren Standort.

2) F2 Tornado – Ist überhaupt nicht zu empfehlen, weil nördlich ( da kommt auch der Wind her ) ein Steg liegt an dem mittelgrosse Ausflugs-Yachten festgemacht sind – mal mehr mal weniger. Es kann sich jeder vorstellen, dass bei soviel im Wasser liegender „Gegend“ der Wind extrem böig ist 0-5Bft ist keine Seltenheit und erfordert sehr gutes Gleichgewichtsgefühl, ausserdem schwimmen mehrere 10Meter lange Festmacherleinen quer im Wasser. Mit Sicherheit fährt man am Anfang darüber und legt sich galant ab – wenn die Finne heil geblieben ist, hat man Glück gehabt! Das im Background liegende Hotel Holiday Inn tut sein übriges um für nicht ausreichende Vortriebskraft zu sorgen. Das Material ist in einem schlechten Zustand – allerdings ist das Ausleihen dort am günstigsten – wir haben für 12Tage 400DM bezahlt.

3) Vasco Renna – Das Material ist sehr gut! Neuste Fanatic Boards und North Segel. Der Standort ist ebenso wie bei F2 unglücklich aber nicht ganz so extrem – deshalb fahren sie dort jeden morgen zu der vorgelagerten Insel Tobia  – kostet allerdings 35DM täglich zusätzlich und das haut rein!

4) – Habe den Namen des Centers vergessen, irgendwas mit Simon……Das Center liegt direkt am Menaville Hotel. Der Standort ist nach dem Shams mit der Mistral Station  meiner Meinung nach der Beste. Allerdings finde ich das Material nicht sehr gut; Bic Boards und wenn ich mich nicht irre Gun Sails – na ja wer´s mag? Das Ausleihen ist überall etwa gleich teuer ca. 350DM für 1Woche – ich denke man sollt auf jeden Fall versuchen zu handeln. Denn eins ist sicher: mit dem Surfboom ist es vorbei und bevor sie dort das Material verstauben lassen nehmen die sicherlich auch ein paar Mark weniger.

Das Thema Wind: Nach meinen Infos soll der Wind in Wintermonaten um einiges stärker wehen als im Sommer. Leuchtet mir als Yachtsegler auch ein, weil es Thermikwinde sind die abhängig von der Land/Wassertemperatur stärker oder schwächer ausfallen. Um so grösser die Tag/Nacht -Temperaturunterschiede sind um stärker müsste es morgens wehen. Na ja, soviel zur Theorie! Da mein Freund und ich zu Hause mit relativ kurzem Brett fahren (Axxis262) dachten wir natürlich, dass es dort zumindest zu 70% für 5.5 Segel ausreichen müsste. Leider konnte wir von solch einem Segel nur träumen. Für 2Std reichte es gerade mal fur`n 5.7 Segel, ansonsten nur 6.5 und aufwärts. Ok, ok die Könnensstufe spielt auch eine Rolle, aber egal wie gut jemand fährt, 4Bft sind einfach zu wenig um mit o.g. Brett zu fahren – wer jetzt noch sagt, wenns reicht für so´n Segel – ist doch auch ok – der hat noch nicht den Spass erfahren, mit einem kleinen Brett und einem dazu passendem Segel zu surfen. Ausserdem ist es schlicht und ergreifend einfacher mit einem kleinern Segel den Wasserstart zu machen als mit einem grossen Lappen. Eigentlich wollten wir das Blauwasser-Feeling in Safaga ausgiebig geniessen und mal 12Tage bei 23Grad Wassertemperatur und 28Grad Lufttemperatur uns so richtig auspowern – Scheisse war’s!!! Möglicherweise weht im nächsten Monat ein besserer Wind. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Angaben auf der HP zutreffend sind. Ich möchte hier Safaga nicht schlecht machen, allerdings haben die Preise nichts mit der Infrastruktur zu tun – es ist einfach alles überteuert.

Zum gemütlichen Teil – nämlich die Abende an denen wir das eine oder andere Bier vernichtet haben -kann ich nur sagen, dass ich im nachhinein froh bin, dass wir „All Inclusive“ hatten. Die Preise für eine 0,5L Flasche local Sakara oder Stella Bier liegen zwischen 5-8DM, für eine Flasche Wein 0,5L ca. 35DM und das hätte unseren Urlaub extrem verteuert. Die hohen Preise für´s Bier oder für den Wein kann ich in einem moslemischen Land noch verstehen, aber für Cola/Fanta ca. 4-5DM, eine Portion Fritten ohne alles ca. 7DM ( am Holiday Inn ), ich finde das grenzt an Nepp.

Autor

Rainer Niklowitz

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