Leucate (Infoseite)

Kurzinfo

Geeignet für: Windsurfer, Kitesurfer, Einsteiger

Revier: Flachwasser, Stehbereich, Welle

Windrichtung: beste Tramontana, Marin

Leucate ist der ideale Spot für die etwas kälteren Jahreszeiten. Die beste Windausbeute hat man dort in den ersten Herbst- und Frühlingsmonaten, so von Ende September bis Anfang Dezember und dann wieder ab März/April. Die Tagestemperaturen liegen dann so um die 20°C, nachts kann es mal auf 7…10°C runtergehen, im Reisegepäck darf also weder das T-Shirt, noch der Fleecepulli fehlen.

Es gibt in Leucate zwei vorherrschende Winde, den Tramontana, der aus den Bergen kommt, und den Marin, der vom Mittelmeer bläst. Der Trami zeichnet sich durch seine Unbeständigkeit aus, man kann innerhalb eines Tages alle Grössen zwischen 2.5 und 6.5qm fahren. Die ‚weissen Böen‘ von 10Bft sind an manchen Tagen keine Seltenheit, also gehört das kleine Sturmsegel eher ins Gepäck als das 7.5er (oder man bleibt besser gleich vom Wasser, bzw. weicht nach Spanien aus, das etwa 1h entfernt ist!). Die Launen des Trami sollte man besonders in La Franqui auf einem Sinker im Auge behalten (eigene Erfahrung ;-), da der Wind schnell mal von 8 auf 4…5Bft runtergehen kann. Der Marin hingegen ist etwas beständiger, dafür aber auch seltener als Trami.

Wegbeschreibung

Leucate liegt am Mittelmeer, etwa 80km von der spanischen Grenze entfernt. In anderen Worten, ihr müsst durch fast ganz Frankreich fahren. Die grobe Richtung zur Orientierung: Dijon – Lyon – Orange – Avignon – Perpignan (abhängig, von wo ihr kommt!). Wenn ihr durch Luxembourg fahrt, tankt nochmal auf, in Frankreich wird es teurer!

Landstrasse

Die kostengünsige Version durch Frankreich ist die Landstrasse, die häufig parallel zur Autobahn verläuft. Der Nachteil dieser Variante sind allerdings tausende von Kreiseln, die sehr aufhalten. Gerade in grösseren Städten empfiehlt es sich, kurzzeitig auf die Autobahn auszuweichen, diese ist dort meistens umsonst. Wenn man nicht die Landschaft und zwischendurch den ein oder anderen Schluck Wein direkt beim Winzer geniessen will, sollte man nicht unbedingt Landstrasse fahren.

Autobahn

Die Autobahn als Alternative kostet etwa 100…120DM pro Richtung (Stand 2000, PKW bzw. T4 ohne Hochdach). Dafür kommt man erheblich schneller und entspannter an’s Ziel! Die Strecken sind sehr gut ausgebaut, und die Verkehrsdichte ist im Vergleich zu Deutschland sehr gering. Unbedingt aufpassen sollte man allerdings beim Übernachten auf Autobahnraststätten!!! Ein sehr beliebter Trick ist es, irgendein Betäubungsgas durch den Fensterspalt zu sprühen, um dann den Wagen in aller Seelenruhe nach Barem zu filzen, während man friedlich (und irgendwie tiefer) schlummert. Dies ist kein Scherz, sondern 1.-Hand-Erfahrung! Als Lösungsmöglichkeiten gibt es eigentlich nur durchzufahren, oder Fenster geschlossen zu halten und Türen mit Alarmkontakten zu sichern. Falls der Alarm euch nicht weckt, so schreckt er vielleicht wenigstens die Diebe ab. Ach ja, als dritte Variante gäbe es noch das Schlafen mit Gasmaske 🙂 Viel Glück…wir fahren trotzdem wieder hin!

Womos / Camping

Womo

Wer mit dem Wohnmobil unterwegs ist, kann an den meisten Spots auch umsonst übernachten. Am besten eignen sich Le Goulet, auch als das ‚Deutsche Dorf‘ bekannt, Le Galion, die Hochburg der Hymer-Camper, und La Franqui, eher klein und beschaulich.

Sanitäre Anlagen und Frischwasser

An den o.g. Orten gibt es keinerlei sanitäre Anlagen, teilweise sind die Büsche dort unpassierbar! Am Le Galion kann man auf die Restaurant-Keramik, wenn man etwas verzehrt. In La Franqui gibt es eine öffentliche Schüssel am Strand, und in Le Goulet kann man nach oben in Richtung Leucate-Village gehen. Gleich am Anfang am Kreisel befindet sich rechts ein Parkplatz, dahinter ein Gebäude, in dem auf der linken Seite Toiletten untergebracht sind (etwa 5min Fussmarsch). 20m weiter links befindet sich ausserdem eine Station zum Auffüllen des Frischwassers. Bitte nutzt diese Möglichkeiten der ‚Erleichterung‘ oder bringt ein Porta Potti mit! Entsorgungsstationen für Chemieklos gibt es einmal gegenüber vom Parkplatz ‚La Corrége‘ (siehe Parc a Huitres) in Richtung ‚Camp Nudistes‘, und die zweite liegt an der Landstrasse zwischen Village und Plage auf der rechten Seite.

Ferienwohnungen und Hotels

Ausserhalb der Saison gibt es auch Unmengen an freistehenden Ferienwohnungen, die man am besten direkt vor Ort buchen sollte. Die Preise bewegen sich bei etwa 50…70DM pro Nacht für 2-Zi.-Appartment mit Küche, Dusche und Meerblick 🙂

Shops und Shopping

Völlig egal, was ihr einkauft, in Leucate ist alles etwas teurer (einzige Ausnahme: Wein). Es empfiehlt sich, alles nicht verderbliche schon zuhause einzukaufen, um das Budget etwas zu schonen. Auch euer Surfequipment sollte einigermassen vollständig sein, inklusive der obligatorischen Seegrasfinne und einem kleinen Segel, bzw einem kleinen Kite.

Nahrungsmittel

Für den schnellen Einkauf zwischendurch ist der Supermarkt zwischen Leucate-Village und Leucate-Plage am besten. Von der Landstrasse links Richtung L.-Plage abbiegen, allerdings dann wieder links zurück zum Village bis zum 1. Kreisel. Ein weiterer Supermarkt befindet sich in Port Leucate (Lidl), er liegt links vom 1. Kreisel.

Euren Grosseinkauf macht ihr am besten im Carrefour, an der Landstrasse etwa 20km von Leucate in Richtung Perpignan. Dort ist auch eine Tankstelle, bei der ihr fast 1 Fr. pro Liter sparen könnt, das Spritgeld dorthin habt ihr also schnell wieder raus. Wer Heimatgefühle hat: dort gibt es auch einen Mickey D;-)

Wein

Leucate gehört zum Anbaugebiet ‚Fitou‘ (Corbieres). Überall in der Gegend kann man direkt bei den Winzergenossenschaften degustieren (in anderen Worten: umsonst schlürfen ;-), um dann den besten Wein mitzunehmen. Die nächste Genossenschaft sitzt am oberen Ende von Leucate-Village (entweder vom Plage durch den Ort oder von der Landstrasse die Abfahrt ‚Leucate-Village‘). Dort wird der Fitou auch direkt abgefüllt, entweder Plastik-Flaschen selbst mitbringen oder einen 3l-Kanister (8 Fr.) kaufen. Pro Liter bezahlt man 16 Fr. (Stand 2000), trotz des günstigen Preises gibt es davon keinerlei Kopfschmerzen am Morgen danach 🙂 Bei den Flaschenweinen sollte man allerdings nicht annehmen, sie wären günstiger als zuhause, ein guter Tropfen schlägt auch hier mit fast 10€ zu Buche! Trotzdem, wenn ihr dort seid, bringt mir einen Karton mit, ist wirklich klasse…

Jörg

Author: Jörg

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