Neusiedler See

Kurzinfo

Geeignet für: Windsurfer, Kitesurfer, Einsteiger

Revier: Flachwasser, Stehbereich

Windrichtung: beste je nach Spot, fahrbar alle

Ich wusste gar nicht, dass auf einem See solche Bedingungen herrschen können, sagte vor Jahren Worldcupper Josh Stone. Jeder Windsurfer, der schon mal am österreichischen Reisfeld (aufgrund seiner geringen Wassertiefe) war, weiss, wovon Josh spricht.

Der Neusiedlersee, mit einer Grösse von etwa 320 Quadratkilometern, liegt eine Autostunde von Wien entfernt. Aufgrund seiner geringen Wassertiefe von etwa 1.60m (je nach Schneefall im Winter etwas darüber bzw. darunter) ist der Steppensee ein Paradies für Anfänger. Trotzdem sei hier eine Warnung angebracht, den See nicht zu unterschätzen. Gerade an heissen, schwülen Sommertagen können Gewitter entstehen, die dann sehr rasch mit Sturmböen von 10Bft und mehr losbrechen können. Gerade deshalb wird man beinahe jeden Local mit einem kleinen Segel in der Tasche sehen.

Wegbeschreibung

Deutschland – Salzburg über die A1 Richtung Wien – am Knoten Seinhäusl auf die A21 – in Wien immer Richtung Budapest (A23 / A4). Abfahrt entweder Neusiedl am See oder Gols/Weiden (Podersdorf).

Spotbedingungen

Winde

Windgarantie gibt es am See leider keine. Es kann schon mal vorkommen, dass sich tagelang kein Blatt rührt. Trotzdem kann man im Frühjahr bzw. im Herbst mit respektablen Windverhältnissen rechnen. Gerade in Mitteleuropa trifft die warme Luft vom Süden auf die Kalte vom
Norden und hier hat der Wind dann die Aufgabe, beide zu vermischen.

Der wichtigste Wind ist der Nordwest – ein lebhafter bis stürmischer Wind, der aus durchziehenden Fronten entsteht. Seltener, aber auch nicht zu verachten ist der Südwind. Es ist ein mittlerer bis starker Schönwetterwind, der schon mal Wellen bis zu einem Meter aufschaukelt. Andere Winde sind hier nicht erwähnenswert, weil sie zu selten, bzw. meist zu schwach sind.

Spots

Der beliebteste Spot, vor allem bei NW, W, SW, S ist Podersdorf am See. Ein kleines idyllisches Dorf, das sich bei Wind zum hektischen Mekka der Wiener Surfszene verwandelt. Wer länger bleibt, für den empfiehlt sich der Campingplatz als Zugang. Für Tagesgäste gibt es zwei Möglichkeiten, den Nord- und den Südstrand. Der Nordstrand ist aufgrund seiner Grösse empfehlenswerter. Es gibt jede Menge kostenloser Parkmöglichkeiten und einen breiten kilometerlangen Strand mit Seezugang. ACHTUNG : Einteilung in Bade- und Surfbereich. Der Südstrand neben dem Campingplatz ist kleiner aber nicht weniger erwähnenswert. Für Kinder stehen an beiden Stränden ganz tolle, grosse Spielplätze zur Verfügung. Der Eintritt beträgt ca. 13.50 Euro incl. Surfbrett.

Weitere Sportmöglichkeiten sind Skaten (Skaterpark), Beachvolleyball, Fischen, Radfahren (ganz tolle Radrouten), Laufen, Trampolinspringen usw.

Podersdorf ist alljährlich Austragungsort des PWA-Worldcups. Aus ganz Österreich, ja sogar aus Deutschland, Italien usw. kommen Surfer, um bei
diesem super Event dabeizusein und ihre Stars hautnah mitzuerleben.

Bei SO ist Weiden am See eine tolle Alternative zu Podersdorf. Der Wind bläst über die ganze Länge des Sees und lässt dort die besten
Wellen brechen. Gerade deshalb findet hier jährlich der Freestyle Contest ‚Pannonia Soul Classic‘ statt. Für die Familie gibt neben der Liegewiese einen Kinderspielplatz, ein Trampolin, eine Minigolfanlage, einen Beachvolleyballplatz uvm.

Bei Nordwind sind die besten Wellen in Illmitz zu finden. Der Seezugang ist nur über eine Mauer möglich, trotzdem ist der Spot für
Wellenliebhaber unbedingt zu empfehlen. Auch hier gibt es einen grossen Parkplatz und vor allem eine riesige Liegewiese mit Kinderspielplatz.

Wer flaches Wasser zum Heizen und Halsen sucht, sollte beim Nordwest- bzw. Westwind einen Abstecher nach Breitenbrunn wagen. Der Strand liegt in einer geschützten Bucht, also auch zum Lernen eine tolle Alternative. Bei Südost bzw. Südwind wirft der See schon mal ganz akzeptable Sprungrampen, so dass Locals auch schon mal von den anderen Spots kommen. Hier gibt es einen weiteren aber kleineren Campingplatz als in Podersdorf.

Allgemeines

  • Achtung: Passt auf euer Material auf. Jedes Jahr verschwinden zahlreiche Boards und Segel, auch am Campingplatz!!!
  • Keine Schwimmwestenpflicht!
  • Kein Surfschein nötig!
  • Wild Campieren ist verboten!!! Es wird regelmässig kontrolliert.
  • Für Übernachtungsgäste gibt es eine kostenlose Neusiedlersee-Card (Wird jeweils in der Unterkunft ausgegeben) Damit gibt es rund um
    den See Vergünstigungen.
  • Segel und Surfschulen gibt es in Breitenbrunn, Illmitz, Jois, Mörbisch, Neusiedl, Podersdorf, Purbach, Rust und Weiden.
  • Rund um den See sind optische Sturmwarnanlagen angebracht (oranges Blinklicht)
  • Wind und Wetterinformation gibt es unter +43/(0)2177/2244
  • Tourismusinformation +43/(0)2167/8600 oder www.neusiedlersee.at

Shops und Shopping

Drei akzeptable Surfshops stehen in Podersdorf und einer in Neusiedl
am See zur Verfügung.

Alternativprogramm

Der Neusiedlersee verbindet sowohl Sport- , Kultur- als auch Familienurlaub.

  • Wien
  • Nationalpark Seewinkel mit Vogelschutzgebiet (empfehlenswert mit Bike)
  • Prag, Budapest
  • Outletcenter in Parndorf
  • Barockschloss Halbthurn
  • Basilika Frauenkirchen
  • Ein Muss für jeden Gast sind die zahlreichen Heurigen mit eigenem Weinanbau

Autor

Thomas

Auto Import

Author: Auto Import

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3 Kommentare

  1. Der Eintrittspreis in Podersdorf Nordstrand beträgt nicht 13.50€ sondern 8,90€ pro Person mit Surfboard.
    Ab 17.00 wird kein Eintritt mehr verrechnet. Wer vor 07.15 Uhr kommt kann auch kostenlos rein. Muss halt dann bis 17 Uhr bleiben 😉
    2016 sind sie beim Wildcampieren wieder lockerer geworden.
    In Podersdorf hast du den besten Untergrund, Uferbereich steinig und draussen festen Sand. In Breitenbrunn, Weiden usw. versinkst teilweise im Gatsch.
    In Podersdorf gibt’s leider keine Jahreskarte mehr, nur mehr Wochenkarte. Dafür gibt’s in Weiden eine günstige Jahreskarte Eintritt mit Surfbrett um 90,-€.

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    • Noch was über Breitenbrunn.
      Den Spot kann ich für Windsurfer nicht mehr empfehlen. Die Kitesurfer haben sich dort explosionsartig vermehrt und belegen fast den gesamten Liegebereich mit ihren Leinen und Schirmen. Ein ständiges aufblasen, starten und Landen herrscht in der Hauptsaison. Als Windsurfer ist man dort eher alleine. Die Zufahrt ist auch beschissen. Man kann zwar sein Zeugs bei der Liegewiese ausladen, muss aber nach 10 Min. wieder weit nach hinten fahren um einen Parkplatz zu finden. Der dort ansässige Segel u. Jachtklub verständigt andauernd die Polizei wenn man am Straßenrand parkt und es hagelt Strafzettel.
      Bei SO Wind brechen die Wellen so stark an der Uferböschung dass man Board und Segel nur schwer an Land bekommt. Wegstarten ist auch nicht gerade komfortabel bei dem rutschigen Gatsch.
      Das Wasser in Breitenbrunn ist so stark mit aufgewühltem feinen Sand vermischt, daß man nach dem Surfen aussieht wie ein Wildschwein.
      Der Uferbereich ist teilweise rutschig u. gatschig mit großen Steinen an denen man sich leicht verletzen kann weil man sie in der Dreckbrühe nicht sieht.
      Podersdorf und Weiden sind da wesenlich besser.

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      • ab 2017 kostet der strandbad-eintrtt in podersdorf nur 5,80 euro- egal wie viele bretter man mit hat!!
        parken ist wie immer gratis

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