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	<title>Alle mit Kapverden markierten Surf- und Kitespots in der Übersicht</title>
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	<description>&#124; Wind &#124; Surf &#124; Kite &#124; Wing &#124;</description>
	<lastBuildDate>Thu, 09 Jun 2016 06:06:57 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Praia Carlota, Riu Karamboa (Boavista)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Gast]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Jun 2016 05:54:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kapverden]]></category>
		<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Boavista]]></category>
		<category><![CDATA[Einsteiger]]></category>
		<category><![CDATA[Flachwasser]]></category>
		<category><![CDATA[Kitesurfer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kurzinfo Geeignet für: Windsurfer, Kitesurfer, Wellenreiter, Einsteiger Revier: Flachwasser, Welle Windrichtung: beste Nord , fahrbar keine Angabe Wegbeschreibung Praia Carlota ist am Besten vom Riu Karamboa aus zugänglich. Man kommt aber auch ohne Hotelbuchung zum Spot. Spotbedingungen Der Wind bläst häufig und stark aus nördlichen Richtungen und ist damit Side-offshore. Je östlicher die Windrichtung desto ablandiger [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3>Kurzinfo</h3>
<p>Geeignet für: Windsurfer, Kitesurfer, Wellenreiter, Einsteiger</p>
<p>Revier: Flachwasser, Welle</p>
<p>Windrichtung: beste Nord , fahrbar keine Angabe</p>
<h3>Wegbeschreibung</h3>
<p>Praia Carlota ist am Besten vom Riu Karamboa aus zugänglich. Man kommt aber auch ohne Hotelbuchung zum Spot.</p>
<h3>Spotbedingungen</h3>
<p>Der Wind bläst häufig und stark aus nördlichen Richtungen und ist damit Side-offshore. Je östlicher die Windrichtung desto ablandiger und böiger der Wind. Die Bucht neigt sich im Süden Richtung Westen weshalb ein Abdriften ins offene Meer aber unwahrscheinlich ist. Zur Not gibt es auch 2 Kiteschulen und Bootsverkehr in der Bucht die einen nicht nach Brasilien abdriften lassen. Der Einstieg ist einfach jedoch können die nahen Brandungswellen den Anfängern teils zu schaffen machen. Im Norden der Bucht ist das Wasser wesentlich flacher. Im Winter sind eher Wavekiter anzutreffen, im Sommer Genusskiter.</p>
<p>Grundsätzlich ist der Spot eher wenig frequentiert da eher All-Inklusive Touris in der Sonne braten. Platz ist daher reichlich. Die Bucht ist perfekt um auch mal Up- und Down-winder zu machen wobei sich nicht überall jemand finden lasst der einem den Kite landet. Selbst landen und starten ist aber bei dem guten Wind und flachen sanften Strand aber sehr einfach. Für Freestyler ist vor allem die nördliche Bucht mit dem flachem Wasser interessant. Bei starken Winden kann es auch schon mal recht böig und kabbelig werden. In Summe aber ein cooler Spot, hatte bei unserem Trip an 13 von 14 Tagen über 4bft.</p>
<h3>Sonstiges</h3>
<p>Je nach Zeit lassen sich in der Bucht auch mal Buckelwale (April) und Schildkröten (immer) sehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Costa de Boa Esperanca (Boavista)</title>
		<link>https://surfspot.de/surfspots/afrika/kapverden/costa-de-boa-esperanca-boavista/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Gast]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 May 2016 06:25:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kapverden]]></category>
		<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Boavista]]></category>
		<category><![CDATA[Costa de Boa Esperanca]]></category>
		<category><![CDATA[Kitesurfer]]></category>
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		<category><![CDATA[Windsurfer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kurzinfo Geeignet für: Windsurfer, Kitesurfer Revier: Welle Windrichtung: beste Nord , fahrbar keine Angabe Wegbeschreibung Costa de Boa Esperanca ist nur per Taxi und nicht sehr schnell erreichbar da die Straße sehr unwegsam ist. Es bietet sich daher an mit mehreren Leuten einen Fahrer für einen Tag zu mieten. Auch für nicht-Kiter gibt es dort [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Kurzinfo</h3>
<p>Geeignet für: Windsurfer, Kitesurfer</p>
<p>Revier: Welle</p>
<p>Windrichtung: beste Nord , fahrbar keine Angabe</p>
<h3>Wegbeschreibung</h3>
<p>Costa de Boa Esperanca ist nur per Taxi und nicht sehr schnell erreichbar da die Straße sehr unwegsam ist. Es bietet sich daher an mit mehreren Leuten einen Fahrer für einen Tag zu mieten. Auch für nicht-Kiter gibt es dort das Wrack der Santa Maria zu bestaunen. Da dort aber viele verrostete Teile im Wasser liegen darf man dem aber nicht zu nahe kommen was aufgrund des großen Platzangebots aber auch kein Problem ist.</p>
<h3>Spotbedingungen</h3>
<p>Costa de Boa Esperanca  ist ein ziemlich cooler aber anspruchsvoller Spot. Auflandiger konstanter Wind. Immer eine Windstärke schwächer als an der Westküste. Durch die teils hohen Wellen (3m) kann man da schon gut durchgewaschen werden jedoch ist in Strandnähe alles harmloser. Andere Kiter oder Leute findet man dort nicht weshalb sich um Start und Landung der Kites Gedanken machen muss und zusehen sollte in den Wellen keinen Blödsinn zu bauen.</p>
<h3>Sonstiges</h3>
<p>Wrack der Santa Maria</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<item>
		<title>Boavista (5 Spots)</title>
		<link>https://surfspot.de/surfspots/afrika/kapverden/5-spots-auf-boavista/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Import aus Version 8]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Jul 2006 10:31:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kapverden]]></category>
		<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Boavista]]></category>
		<category><![CDATA[Curral Velho]]></category>
		<category><![CDATA[Ervatao]]></category>
		<category><![CDATA[Las Gatas]]></category>
		<category><![CDATA[St. Maria]]></category>
		<category><![CDATA[St. Monica]]></category>
		<category><![CDATA[Windsurfer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kurzinfo Geeignet für: Windsurfer, Kitesurfer, Wellenreiter Revier: Flachwasser, Welle Windrichtung: beste keine Angabe, fahrbar keine Angabe Reisebericht Capo Verde – l `ultimo pardadiso&#8230; prangt die überschrift auf dem Reisemagazin vor mir auf dem Tisch. Ich befinde mich auf Boavista, einem der Ableger der Kapverdischen Inseln. Und laut dem Magazin also im Paradies, dem letzten Paradies! [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Kurzinfo</h3>
<p>Geeignet für: Windsurfer, Kitesurfer, Wellenreiter</p>
<p>Revier: Flachwasser, Welle</p>
<p>Windrichtung: beste keine Angabe, fahrbar keine Angabe</p>
<h3>Reisebericht</h3>
<p>Capo Verde – l `ultimo pardadiso&#8230; prangt die überschrift auf dem Reisemagazin vor mir auf dem Tisch. Ich befinde mich auf Boavista, einem der Ableger der Kapverdischen Inseln. Und laut dem Magazin also im Paradies, dem letzten Paradies! Das letzte Paradies auf Erden? Die Insel ist karg. Kein Wasser hier, kaum Bäume, ein paar verirrte Ziegen. Und nur eine handvoll Touristen.</p>
<p>Boavista ist noch weit vom Massentourismus entfernt. Aber es zeichnet sich ab am Horizont: Boavista in 5 Jahren: All incl. Resorts statt verlassener Strände. Der Flughafen wird jetzt ausgebaut: Dann landen Flieger direkt aus Mailand, zunächst. Bis jetzt ist Sal Rei, die „Hauptstadt“ eher ein verschlafenes Fischerdorf. Die Einheimischen leben in einfachen, baufälligen Baracken, teilweise ohne Dach. Sie gehen Fischen oder führen Inseltouren. Und dann gibt es manchmal auch noch richtig ausserordentliche Bedingungen, und das auf dem Wasser. Boavista läuft Triathlon. Wellenreiten, Kiten und Windsurfen&#8230;</p>
<p>Es war schon lange auf dem Plan und jetzt ist es soweit: Wir brechen auf nach Ervatao. Wir, das sind Toni vom Boavistawindclub, Janko, chronischer Boa Urlauber und ich. Ervatao liegt im Südosten der Insel und soll bei Nordost Swell und Wind konstante Sidehore Wave Bedingungen bieten. So ein Tag ist heute, der Wind weht schon morgens mit 6er Böen über die Bucht und wir packen schnell zusammen und alles in Toni`s 20 Jahre alten Landrover.Das Mobil ist ein echtes Sonderstück, die Sitze total abgerissen, die Türen gehen nicht auf, nur zu, von den Fenstern ganz zu schweigen und hinten, wo ich sitze ist es zwar gemütlich da ich mich einfach quer über die Kites lege, aber das Auspuffrohr ist undicht und ich kriege die ganzen Dämpfe ab. Unsicher ist ob es an den letzteren liegt, dem gleichmässigem Rütteln oder auch dem einschläferndem slowenischem Singsang von Janko und Toni, dass ich bald einschlafe. Als ich aufwache sind wir schon mitten in der Wüste von Viana. Der Weg führt uns dann durch enge Strassen einen Berg hoch, der nach Wildwest aussieht und überall Indianer mit Tomahawks vermuten lässt, was aber natürlich hier recht abwegig wäre, aber wer weiss. Meiner regen Phantasie macht Janko ein Ende indem er ein Gespräch über Westaustralien mit mir anfängt, wo ich noch nie war, aber natürlich noch hin will. Er erzählt von Bösen Wellen und ebenso gesinnten Spinnen.</p>
<p>Doch zurück nach Boavista, wir fahren durch 2 Dörfer, Norte und Fundo das Figueiras, die grünste aller Oasen der Insel. Hier sitzen und stehen die Leute am Strassenrand, und obwohl erst 11, einige schon mit lecker Sagres in der Hand und die Kinder winken fröhlich. Ein Ort mitten im Nichts und wir fragen uns was man hier sonst so machen kann, ausser&#8230; Am Ortseingang ein riesiges Schild, man sieht einen jungen Basketballer und ein lächelndes Schulmädchen mit Zöpfen. Darunter der Slogan: “Sex, ja, aber Später“ und „Ich schütze mich vor HIV“. In der darauffolgenden hitzigen Diskussion kommt folgendes heraus: Die Kids hier benutzen wenig Kondome und deshalb sind viele Mädels schon mit 14 Mutter, warum, weil allgemein bekannterweise auf den Inseln Kondomknappheit herrscht und einfach manchmal ausverkauft sind, also auch nicht in Apotheken erhältlich&#8230;Hallo?</p>
<p>Nach 1, 5 Stunden Schaukeln gelangen wir an den Spot. Die Oase von Ervatao liegt unter uns als der Landrover den letzten Hügel erklimmt. Der Wind bildet draussen auf dem Wasser schon fliegende Schaumkronen. Wie wir wissen herrscht gerade Ebbe, deswegen fahren wir langsam auf den Parkplatz und schauen uns erst mal gemütlich um. Ervatao ist ein langer Sandstrand und im Einstieg sind ein paar Steine, die bei Ebbe deutlich zu sehen sind. Die Welle läuft um eine Landzunge auf der linken Seite herum und kommt so geordnet bei Sideoffshore Wind von links in die Bucht. Der Swell ist heute klein, der Guru meldet nur 2m aber dennoch formen sich ansehnliche Rampen draussen und auch der Beachbreak sieht anziehend aus.</p>
<p>Wir bauen langsam und genüsslich auf und freuen uns schon auf die bevorstehende Session. Ich setze auf das 5,7 Instinct und das kleine Style. Die anderen sind bisschen, ja.., schmächtiger und pokern mit 5.0. Zusätzlich baue ich noch einen 12er Vegas auf, um nachher beim Tauschen nicht unnötig abzukühlen. Eine Banane später gehe ich schon ins Wasser und der Ozean empfängt mich. Es ist immer wieder ein faszinierender Augenblick an einem neuen Spot ins Wasser zu gehen, eine kleine Eroberung, ein Häckchen in der Surfbiographie. Vor allem an so einem abgelegenem Platz wie Ervatao, 1,5 h von der Stadt entfernt und selbige liegt ja schon im Niemandland.</p>
<p>Der Wind ist schön konstant und ich fahre gleich Vollgas los, das Wasser ist schön flach und ich habe das Gefühl auf Butter zu fahren. Ich bin sofort begeistert! Es ist 6 Monate her, dass ich bei konstantem Wind gefahren bin! Draussen auf dem Riff gehe ich gleich aufs ganze und springe schon gleich in den ersten Runden Tabletops und rotiere Vorwärts. Janko geht auch aufs Wasser und ich bin nicht mehr allein da draussen. Es passiert schon nach 10 Minuten: Ich mache einen höheren Sprung, verkante in der Landung und Peng! habe ich nur noch die Gabel in der Hand, mein Brett schiesst davon und ich sehe nur noch den abgebrochenen Stumpf meines Powerjoints. Den habe ich morgens extra noch mal durchgebogen, sah aus wie neu! Also kraule ich schon ein bisschen beunruhigt zum Brett und schaue , dass ich mich draufsetze . Janko kommt auf mein Zeichen sofort und ich schicke ihn zurück mir einen Joint holen. Dann habe ich Zeit mich umzuschauen, ich bin den Schlag schon ein gutes Stück rausgefahren und treibe nun seitlich zum Küstenverlauf in Richtung&#8230;Brazil!</p>
<p>Ich tausche letztendlich den Mastfuss und die Session geht weiter. Ich bin bald schon wieder unbeschwert , jetzt wo der Ernstfall erprobt ist, leider spucken mir noch andere Gedanken im Kopf herum, zetBe, was mache ich bei Mastbruch, liegt mein Material im Wagen sicher oder sicher unbewacht und wann war eigentlich noch mal genau mein Rückflug. Bald konzentriere ich mich aber wieder voll auf die Bedingungen und übe meine Aerials of the Lip brav weiter. Die anderen haben auch Spass und Toni glänzt mit sauberem Waveriding, Janko dagegen mit Sprüngen.</p>
<p>Nach 1,5 h sind wir erst mal durch und verziehen uns zum Auto um ein paar Kalorien aufzutanken. Der Wind nimmt über die Zeit ab und wir schauen uns bisschen um und finden bald sterbliche Reste von Meeresschildkröten, darunter ein riesiger Schildkröten Schnabel, der zu den schwereren Exemplaren gehört haben muss, und auch alte Eier. Toni erzählt , dass Ervatao auch für Forscher ein bekannter Karet Spot ist und sie hier campen und forschen. Ob sie auch mal daran gedacht haben hier Surfen zu gehen? Wir verlieren aber nicht zuviel Zeit und ich beschliesse dann meinen Drachen zu starten. Am Anfang fahre ich vorsichtig und respektvoll, ich habe keine Lust auf überraschungen mehr. Das Riff schaut leider immer noch deutlich raus und die Flut lässt auf sich warten. Dann später aber bei langsam auflaufendem Wasser lasse ich mir es nicht nehmen den Beachbreak als Rampe zu benutzen und katapultiere mich mit twisted tabletops, 720er tailgrabs und deadman bis 10m in den kapverdischen Himmel hinauf um auf dem Rückweg die Mikrowelle zu schlitzen und ordentlich spray zu verteilen. Die Anderen schauen vom Strand aus zu und werden animiert selber noch mal Windsurfen zu gehen.</p>
<p>Die Session wird ein bisschen kürzer, da der Wind doch weniger geworden ist, wir kehren aber gemeinsam und hochzufrieden zurück an den Strand. Der Trip war erfolgreich und bleibt für mich ein Highlight der Saison! Auf dem Rückweg philosophieren wir noch weiter über dies und jenes, ZetBe wer was für Flossen wo im Wasser gesehen hat und wann und auch wie man jetzt den Frontloop eigentlich mal durchgleiten könnte. Die Sonne geht unter als wir in der Wüste sind und ich fühle mich müde und frei wie lange nicht mehr. Ich realisiere, wie weit ich die letzten Monate weggekommen bin von dem was Surfen eigentlich ist. Ein Auto, das Equipment, ein leerer Strand mit Wavebedingungen und ein Picknick mit Gleichgesinnten. Ervatao, das Surf Andventure.</p>
<p>Natürlich ist der meistbefahrene Spot direkt in Sal Rei , wo auch die touristische Infrastruktur gewährleistet ist. Der Untergrund im Einsteigsbereich besteht aus einer Schwammkoralle, deswegen sind Schuhe für empfindliche Surfer empfehlenswert. In der Turtlebay ist der Untergrund meist sandig. Der Wind weht schräg ablandig von rechts und somit sind alle Reviere mit wenigen Schlägen schnell zu erreichen. Direkt vor den Stationen ist der Wind leider meist Böig, weiter draussen weht der Passat dann aber ein wenig konstanter.</p>
<p>Im Revier 1 (<strong>Stino</strong>) sind Flachwasserbedingungen. Gut für Freestyleshows.</p>
<p>Im Revier 2 (<strong>Funana</strong>) bricht sich eine 2-4 m hohe Welle (6m im März 2005) auf dem Riff zwischen der vorgelagerten Insel „Ilha do Sal Rei“ und dem Hafenkai. Dort ist Down the line Abreiten möglich! Die grössten Wellen entstehen wenn Nordwest Swells in die Bucht laufen. Das Funana ist an kleinen Tagen für Welleneinsteiger geeignet. Die Welle läuft eher langsam und sehr geordnet, also kann man sich sein Format aussuchen!</p>
<p>Im Revier 3 (<strong>Turtle Bay</strong>) sind je nach Swell zwei unterschiedliche Bedingungen: Bei Swell bricht hier eine bis 2 m hohe Welle, die sauber in die grosse Bucht läuft. Die Welle kann man auch abreiten, ist aber anspruchsvoll, da man von Amwindkurs bis Vorwindkurs abreitet. Ohne Swell ist das Wasser flach undist gut für Freerider. Hier weht der Wind oft mit einer halben Windstärke mehr als im Stino und dem Funana und vor allem konstanter! In der Turtlebay ist auch Wellenreiten möglich.</p>
<p>Im Revier 4: (<strong>Pool</strong>) finden Einsteiger die Vorort Besten Bedingungen zum üben, dort ist bei jedem Tidenstand Stehbereich und der Wind durch die geschützte Lage (Windabdeckung von Appartmenthäusern) etwas abgeschwächt. Auch die Kiter finden dort Platz zum aufriggen und starten. Der Pool befindet sich ca. 100m in Luv von der Happy Station.</p>
<p>Ausser dem Strand bei Sal Rei und Ervatao gibt es aber noch andere surfbare Spots. Zu beachten ist jedoch, dass diese Strände unbewacht sind.</p>
<p>Norden:<br />
<strong>Praha Cabral, Riu d`Janeiro</strong>: Wellenreitspots mit right und left handern, bei Nordswells. Anfahrt: 10 min.</p>
<p>Süden:<br />
<strong>St. Monica</strong>: Side Off von Links, starke Strömung, teilweise Monstershorebreak. Anfahrt: 1,5 h</p>
<p>Südosten:<br />
<strong>Cural Velho</strong>: Side on von links. Starke Strömung, Shorebreak, Dünungswelle. Anfahrt: 2h</p>
<p>Osten:<br />
<strong>Las Gatas</strong>: sideon von links. Anfahrt: 1h<br />
<strong>St.Maria</strong>: am Wrack onshore von rechts, viel Shorebreak, Sandstrand, eher ein Kitespot. Anfahrt: 1h</p>
<p><strong>Sonstige Infos:</strong></p>
<p>EINREISE<br />
Deutsche, Österreichische und Schweizer Staatsangehörige benötigen einen Reisepass, der zum Zeitpunkt der Ausreise noch 6 Monate gültig sein muss, und ein Visum. Dieses erhaltet Ihr nicht mit den Reiseunterlagen, sondern bei Einreise an der Passkontrolle.</p>
<p>DEVISEN<br />
Die Landeswährung ist der Kapverdische Escudo (CV Esc). 1 Euro = ca. CV Esc 110.-, 1 $ = ca. CV Esc 88.-, 1 SFR = ca. CV Esc 70.-. Die Ausfuhr von Escudos ist untersagt. Devisen dürfen unbeschränkt mitgeführt werden. Kapverdische Escudos sind in Deutschland nicht erhältlich. Es empfiehlt sich die Mitnahme von Euro in bar und in Travellerschecks (Umtausch bei der Bank – bar günstiger als Schecks). Kreditkarten werden in der Banco de Cabo Verde zum Wechseln akzeptiert.</p>
<p>GESUNDHEIT<br />
Impfungen sind nicht vorgeschrieben. In die persönliche Reiseapotheke gehören vor allem Medikamente gegen Magen- und Darmprobleme, Aspirin und Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor. Informationen zu Gesundheit und Impfungen gibt das Tropeninstitut über: www.fit-for-travel.de</p>
<p>VERKEHR<br />
Wegen den Strassenverhaeltnissen ist es am Besten einen Fahrer anzumieten.</p>
<p>ORTSZEIT<br />
Mitteleuropäische Zeit minus 2 Stunden bei Winterzeit, minus 3 Stunden bei Sommerzeit.</p>
<p>KLIMA und KLEIDUNG<br />
Die Temperaturen liegen am Tage bei 20-28°C, nachts bei etwa 20°C. Die Wassertemperaturen halten sich konstant bei 20-23°C. Tagsüber empfiehlt sich leichte Sommerkleidung, für die kühleren Temperaturen abends wärmere Kleidung sowie in den Wintermonaten eine Windjacke.</p>
<p>AKTIVITÄTEN</p>
<p>Inseltouren, Dünenwanderungen, Whalewatching (Nur Maerz und April), Angeln, Quadfahren, Tauchen, Wellenreiten, Schnorcheln, &#8230;</p>
<p>SPRACHE<br />
Amtssprache ist Portugiesisch. Französisch und Italienisch wird von vielen gesprochen, Englisch nur vereinzelt.</p>
<p>ESSEN und TRINKEN<br />
Die Hotels bieten internationale Küche, jedoch überwiegen Fischgerichte. Die Auswahl der Speisen ist aber meist beschränkt, da fast alle Lebensmittel importiert werden müssen.</p>
<p>TRINKGELD<br />
Ein Trinkgeld in Höhe von 10% des Rechnungspreises ist üblich.</p>
<p>WASSERVERSORGUNG<br />
Aufgrund des trockenen Klimas können vorübergehende Engpässe bei der Wasserversorgung nicht ausgeschlossen werden.</p>
<p>STROM<br />
220V Wechselstrom, es ist ein Adapter (Eurostecker) erforderlich.</p>
<p>TELEFONIEREN<br />
Vorwahl Deutschland: 0049 (+ deutsche Vorwahl ohne 0)<br />
Vorwahl Österreich: 0043 (+ österreichische Vorwahl ohne 0)<br />
Vorwahl Schweiz: 0041 (+ schweizer Vorwahl ohne 0)<br />
Die günstigste Möglichkeit zu telefonieren ist in der Telefonzentrale „Melitours“ im Ort, es funktionieren aber auch Mobilnetze. Ausserdem gibt es 3 Internet Center.</p>
<h3>Autor</h3>
<p>Milan Schnabel</p>
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		<item>
		<title>Boavista (3 Spots)</title>
		<link>https://surfspot.de/surfspots/afrika/kapverden/3-spots-auf-boavista/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Import aus Version 8]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Jan 2006 10:31:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kapverden]]></category>
		<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Boavista]]></category>
		<category><![CDATA[Funana]]></category>
		<category><![CDATA[Kitesurfer]]></category>
		<category><![CDATA[Stino]]></category>
		<category><![CDATA[Turtle Bay]]></category>
		<category><![CDATA[Windsurfer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kurzinfo Geeignet für: Windsurfer, Kitesurfer Revier: Flachwasser, Welle Windrichtung: beste keine Angabe, fahrbar keine Angabe Reisebericht Glücklich auf Boavista &#8211; ein Schwanengesang: Wir waren vom 25.12.04 bis 07.01.05 auf der Insel mit der schönen Sicht. Es war ein wundervoller Urlaub, wobei das Surfen nur einen Teil der Faszination ausmachte. Trotzdem wird das wohl auf längere [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Kurzinfo</h3>
<p>Geeignet für: Windsurfer, Kitesurfer</p>
<p>Revier: Flachwasser, Welle</p>
<p>Windrichtung: beste keine Angabe, fahrbar keine Angabe</p>
<h3>Reisebericht</h3>
<p>Glücklich auf Boavista &#8211; ein Schwanengesang:</p>
<p>Wir waren vom 25.12.04 bis 07.01.05 auf der Insel mit der schönen Sicht. Es war ein wundervoller Urlaub, wobei das Surfen nur einen Teil der Faszination ausmachte. Trotzdem wird das wohl auf längere Sicht unser einziger Urlaub dort bleiben &#8211; es wird nämlich das nächste Mal kaum besser werden. Daher ist dies eine Art trauriger Abgesang auf das einstige Abenteuerrevier Boavista.</p>
<p><strong>1. Wind</strong></p>
<p>Der Wind war nicht überragend, aber gut, für mich als Leichtgewicht insbesondere. Mit meinen 68 kg ist es sowieso angenehmer, der Wind bleibt unterhalb der 20 &#8211; Knoten Marke. Als wir ankamen, war der Wind nach einer längeren durchwachsenen Phase gerade wieder in Schwung gekommen und blies fast jeden Tag mit Gleitwind. In der Zeit unseres Aufenthaltes kam der Wind sehr stark östlich, zwischen 29.12. und 03.01 hatten wir sehr viel Sand in der Luft, da kam der Wind fast genau aus Osten.</p>
<p><strong>2. Reviere und Windzonen</strong></p>
<p>Es gab auf Boavista während unseres Besuchs etwa 4 Windzonen. Direkt vor den Surf-Stationen kam der Wind voll bis leicht schräg ablandig von rechts, bei den extrem östlichen Tagen fast schon schräg ablandig von links. Richtung Norden war auf Höhe des Felsriffs eine 20 &#8211; 50 m breite Zone mit schwächerem und drehendem Wind verursacht durch das Hotel Estoril und die gerade entstehenden weiteren Hotels, weiter nach Norden hatte man eine Zone mit wieder kräftigerem, etwas auf Nord drehendem und immer etwas böigem Wind &#8211; je näher an der Stadt, desto böiger. Schliesslich im Wellenrevier Funana bzw. schon ausserhalb (westlich der Stadt) blies der Wind noch weiter nördlich.<br />
Nach Süden hin drehte der Wind je näher man an Düne kam, auf nördlichere Richtung, es folgte eine böige Zone mit wechselnden Richtungen &#8211; verursacht durch Abdeckung der hohen Düne. Südlich der Düne kam der Wind verstärkt (ca. 2-3 Knoten stärker als vor der Station) und wieder etwas östlicher.</p>
<p>Je schwächer der Wind war, desto grösser und unkalkulierbarer waren die Flautenzonen. Unterm Strich heisst das, man braucht grössere Segel um gut unterwegs zu sein. Man kann ein grösseres Segel aber auch gut kontrollieren &#8211; auch stärkere Böen haben bei weitem nicht die Ruppigkeit wie so oft an deutschen Binnenseen, und weil es kaum Kabbelwelle gibt, ist das Board auch bei überpower noch leicht kontrollierbar. Ich hatte in den 2 Wochen einen einzigen Spin Out wegen überpower.</p>
<p><strong>Stino</strong></p>
<p>Das Revier Stino vermittelt Sicherheit, da man sich immer vor der Ilheu de Sal Rei bewegt und man permanent Sichtkontakt zur Surfstation hat. Wenn man innerhalb des Riffs bleibt, kann man auch noch stehen. Ich fand es als Surfrevier bei der vorherrschend östlichen Windrichtung aber nicht überzeugend. Es gab dort die meisten Flautenlöcher, und die stärksten Winddreher. Ärgerlich war die Verwirbelung direkt nördlich der Station. Sie schnitt das Stino fast in 2 Hälften. Sie wird vermutlich von den Neubauten links und rechts neben dem Hotel Estoril verursacht. In der Verlängerung nach Norden wird in Zukunft noch gewaltig gebaut werden &#8211; die Fundamente stehen schon &#8211; das wird die Sache sicherlich nicht besser machen. Weitere Störfaktoren waren im Norden das Felsriff, bei Ebbe im Süden die Untiefe, &#8211; man musste zu Beginn viel Höhe vernichten, um beidem aus dem Weg zu gehen, und anschliessend wieder aufkreuzen &#8211; sowie die von beiden Seiten der Inseln überkreuz hereinlaufende Dünungswellen und die dadurch auch stärkere Kabbelwelle. Wenn man sich weiter hinüber zur Insel bewegte, entging man zwar den Flautenlöchern, hatte dann aber nirgends mehr Boden unter den Füssen und musste auch mehrere Schläge zur Station zurückkreuzen. Ausserdem nahm natürlich die Kabbelwelle mit zunehmender Entfernung zum Strand zu.</p>
<p>Wenn man extrem kurze Schläge in Kauf nahm (ca. 300 m), konnte man sehr strandnah im Stehbereich zwischen Riff und Untiefe hin- und hersurfen und Manöver üben. Dazu musste der Wind allerdings schon etwas stärker blasen &#8211; mit einem 7er Segel macht das wenig Spass. Ausserdem durfte nicht gerade super niedriger Wasserstand herrschen: das Riff setzt sich unter Wasser einige Meter nach Süden fort und wird dann zu einem Finnen- und Fusskiller.</p>
<p>Ich habe gelesen, dass ab Ende Januar der Wind zunehmend aus Nordost kommt. Dann müssten alle diese Störfaktoren weniger stark ins Gewicht fallen. Man ist dann aber auch schnell aus dem Stehbereich herausgefahren.</p>
<p><strong>Funana</strong></p>
<p>Die Funana-Welle bricht erst ab ca. 2 m Höhe, darunter stellt sie sich bloss auf, salutiert kurz und zieht sich dann wieder flach. Je nach Höhe bricht sie von einer Stelle nach rechts weg oder beginnt an zwei Stellen zu brechen, die aufeinander zulaufen. Weil die Welle sehr sauber läuft, sich über eine grosse Breite ziemlich gleichmässig aufstellt und sehr steil wird, bevor sie bricht, wirkt sie recht gewaltig und respekteinflössend. (über eine 1,5 m hohe Ostseewelle bist Du schon drüber gesurft, bevor Du sie überhaupt richtig realisiert hat &#8211; hier siehst Du dieses unglaublich steile Teil ewig langsam auf Dich zurollen &#8211; genug Zeit um Schiss zu kriegen &#8230;)</p>
<p>Bei stark östlichem Passat &#8211; wie wir ihn hatten &#8211; ist es schwierig bis unmöglich zur Funana Welle zu kommen. Da die Welle nach Rechts (Lee bzw. Süden) wegbricht, sollte man in Lee an der Brecherzone vorbeifahren und sich von Lee her an den brechenden Teil rantasten und die Welle dann nach Lee abreiten. Das heisst, man hätte man von der Station aus fast 2 km nach Lee fahren müssen, um an der Brecherzone vorbeizukommen &#8211; das dann am Ende mit einem Waveboard wieder Höhe zu laufen ist keine sehr verlockende Aussicht &#8211; zumal man recht dicht an die vorgelagerte Insel ranfahren muss, die auch einen leichten Luvstau hat. Ich bin selbst an zwei Tagen von Luv her in die Nähe der Brecherzone gefahren, aber nie wirklich hineingekommen. Einmal bin ich bis zu der Stelle abgefallen, wo die Wellen zu brechen beginnen &#8211; leider kam gerade keine vernünftige Welle &#8211; und war für mein Gefühl schon jetzt viel zu dicht an der Insel &#8211; ich hätte beim Wellenabreiten nicht noch weiter leewärts auf die Insel zu fahren wollen. Mit anderen Worten, mich verliess mit meinem Können an dieser Stelle der Mut &#8211; ein Local war zur selben Zeit dort und hatte es voll unter Kontrolle und offenbar einen Haufen Spass.<br />
Wenn ab Januar der Wind tatsächlich zunehmend aus Nordost kommt, dann dürfte auch Funana besser laufen.</p>
<p><strong>Turtle Bay</strong></p>
<p>Turtle Bay ist entweder gemässigtes Waverevier oder Speedrevier. Wir hatten leider nie das Glück, die legendäre unendliche Welle zu erleben &#8211; der Swell kam entsprechend der Windrichtung zu sehr östlich. Selbst an den schwächsten Tagen stellten sich zwar an der Spitze der Untiefe noch kniehohe und fantastisch sauber brechende Falten auf, aber auch an Tagen mit etwas höheren Wellen war es extrem schwierig, diese abzureiten, da genau an der Brecherzone der durch die Düne verwirbelte und böige Wind begann und man fast direkt in den Wind fahren musste um der Welle in ihrer Laufrichtung zu folgen. Beim Versuch eines Bottom Turn blieb meist das Brett stehen oder die Welle lief unter einem durch. Die Welle auf leichtem Amwindkurs schräg herunterzurutschen war an den meisten Tagen das höchste der Gefühle. Auch dies dürfte durch einen stärker auf Nord drehenden Passat wesentlich verbessert werden.</p>
<p>Aber selbst glattgebügelt ist die Turtle Bay etwas ungemein faszinierendes. Ich bin bestimmt schon oft genug über irgendwelche Starkwindglattwasserpisten gebolzt, aber so etwas geiles habe ich noch nie erlebt &#8211; auch ohne Wellenritte und Sprungrampen kann man hier grosse Glücksgefühle erleben.<br />
Das Wasser ist so grün, grün! GRüN!!!! und leuchtet so unwirklich, dass man sich ständig vergewissern möchte, dass es tatsächlich Wasser ist, über das man gerade flitzt. Und zwar nicht nur die 10 m in Ufernähe oder bei einer bestimmten Sonneneinstrahlung. Die gesamte Bucht leuchtet den ganzen Tag über in dieser unfassbaren Farbe. Selbst 400 m vom Ufer entfernt ist es noch immer grün und unfassbar klar. Im Süden erheben sich bei guter Sicht die zwei höchsten Berge Boavistas &#8211; eine phantastische Kulisse, auch wenn man die Ähnlichkeit zu den Bergen Mordors im Film &#8222;Herr der Ringe&#8220; nicht bemerkt.</p>
<p>Man heizt über chopfreies Leuchtgrün nach Süden, am einsamen schneeweissen Strand entlang, 5, 10 oder 20 m vom Ufer weg, je weiter weg vom Ufer, desto länger wird der Schlag zur nächsten Landberührung. Ab und zu siehst Du Wasserschildkröten gerade noch rechtzeitig nach unten abtauchen. Immer stärkere Böen beschleunigen das Brett in unerreichte Geschwindigkeitsbereiche &#8211; du willst immer mehr, weil das Brett keinerlei Zicken macht &#8211; und dann kommt ein runder Wellenrücken angelaufen und schiebt Dich noch einmal ein bisschen mehr an. Also rechtzeitig mit der Halse beginnen und nicht aus Versehen auf den Strand donnern!</p>
<p>Du kannst Dich mit Topspeed in die Kurve legen wie Du es Dir immer erträumt hast &#8211; kein Spin out, kein Verschneiden, Schlagen oder Springen des Boards &#8211; einfach nur ein hohes Zischen während es die Sichel schneidet. Auch ein paar hundert Meter vom Ufer entfernt ist die Windwelle noch weit unterhalb der Störungsschwelle. Durchgleiten ist dennoch nicht ganz so einfach, da man gegen die hereinlaufende Dünung halst und das frisst doch einiges an Energie auf.</p>
<p>Nicht zu vernachlässigen ist allerdings das Sicherheitsthema. Die Bucht schliesst sich weit im Süden wieder, so dass man auch auf tiefem Raumschotkurs noch auf Land zufährt. Aber dieses Ufer ist dann 3-4 Kilometer entfernt. Die Turtle Bay ist von der Surfstation aus auch nicht einsehbar und je nach Materialschaden kann der ablandige Wind dann schon zum Problem werden.</p>
<p><strong>Langschlagsurfen</strong></p>
<p>Ein weiterer reizvoller Aspekt des gesamten Reviers ist seine &#8222;geländige&#8220; Qualität. An den meisten anderen Spots fährt man ja oft vom Ufer weg durch relativ gleichförmiges &#8222;Gelände&#8220;, macht nach die Halse und fährt retour auf den Strand zu. Hier kann man aufgrund der Windrichtung kilometerweit in eine Richtung surfen &#8211; vom hintersten Winkel der Turtle Bay mit einem Schlag zu Funana und noch drüber hinaus. Und alle paar hundert Meter ändern sich das Panorama und die Bedingungen. Den Reiz des Tourensurfens kann man hier in seiner Miniaturausgabe erleben.</p>
<p><strong>3. Land und Leute</strong></p>
<p>Als Boavista erstmals im Surfmagazin vorgestellt wurde (April 1996), hatte es noch das Flair des vom Tourismus Unberührten, des absoluten Abenteuerreviers. Ähnlich lasen sich einige Reiseberichte zwischen 1998 und 2000, die ich im Internet fand. Der Tenor dieser Reiseberichte war: Karge, sandige Insel mit schönen Stränden, aber sonst wenig zu tun und wenig Komfort.</p>
<p>Die Abenteuerzeiten, als man abends nirgends ein Restaurant bekommen konnte, sind vorbei. Es tut sich spürbar was am allgemeinen Angebot, aber die alten Zeiten und ihr Charme sind noch präsent. Nur leider wohl nicht mehr allzu lange. Es wird überall gebaut und wer in 5 Jahren kommt, wird eine völlig veränderte Insel vorfinden &#8211; diese Einschätzung wurde auch von den Einheimischen mit denen wir sprachen geteilt.</p>
<p>Die erste überraschung war, dass die Insel trotz unübersehbarer Trockenheit nicht so wüstenhaft war wie befürchtet. Schon vom Flugzeug aus mehr Grün als auf dem durchgehend braungelben Sal. Die Fahrt vom Flughafen zum Hauptort Sal Rei war von Palmen und kleinen Sträuchern gesäumt, man überquert sogar ein üppig bewachsenes Flussbett. Natürlich darf man sich jetzt keine karibische Prachtvielfalt vorstellen &#8211; es ist eher ein ungeheuer interessanter Mix aus dem Blau und Grün des Meeres, dem Weiss der Strände, dem Grün der Oasen und den Ocker- und Brauntönen der Berge und Felswüsten.</p>
<p>Es werden verschiedene Touren über die Insel angeboten, die diese Farbkompositionen auf unterschiedliche Weise erfahrbar machen. Wir machten eine Tour zur verlassenen Saline von Cural Velho, zu der das durch den Sand in der Luft diffus gebrochene Sonnenlicht die perfekte atmosphärische Untermalung lieferte. Das vom Fahrer und Führer unter Palmen zubereitete Strandmenü war das Tüpfelchen auf dem i.</p>
<p>Daneben gibt es die Möglichkeit zu Boote auf Meerestierbesichtigung, Fischfang oder Tauchgang zu gehen oder zu Fuss die näher gelegenen Sehenswürdigkeiten zu entdecken.</p>
<p>Wer sich über bizarre Landschaftsformationen und Farbkontraste freut und unter Kultur nicht ausschliesslich Museen und Prunkbauten versteht, wird in 2 oder 3 Wochen auf Boavista reichlich Abwechslung finden. Ich hatte jedenfalls das Gefühl, genug Interessantes für einen weiteren Besuch übrig gelassen zu haben.</p>
<p>Die Hauptstadt Sal Rei hat einen ganz eigenen Charme. Verblichene Grandezza alter Herrenhäuser, die permanente Improvisation kühn gemauerter unverputzter Anbauten, einfachste Einzimmerhäuschen mit Pastellfarben, dazwischen Rohbauten, Ruinen und Brachen und immer wieder ein herausgeputztes Ferien- oder Guesthouse eines ausländischen Investors &#8211; all dies findet man in selbstverständlichem Nebeneinander in einer einzigen Strasse und es vermittelt vor allem Ungezwungenheit und Authentizität. Der Tourismus bestimmt das Stadtbild noch nicht &#8211; nur wenige Häuser wirken bewusst &#8222;zurechtgemacht&#8220;, viele Strassen münden irgendwo als Sand- oder Dreckrutsche im Meer. Abfälle, Abwasser und Exkremente werden umstandslos ins oder ans Meer gekippt. In den ruhigeren Winkeln Hühner, Esel und Schweine und entsprechende Düfte. Der riesige Zentralplatz lädt zum Verweilen und Beobachten des geschäftigen, aber nicht lebhaften Treibens ein. Die Stimmung wirkt heiter bis wolkig &#8211; relaxed und freundlich, aber nicht überschäumend temperamentvoll. Viele Leute sind richtig arm, grosse Sprünge und Auschweifungen können sich die wenigsten leisten, aber dies scheint kein Grund zur Verzweiflung zu sein. Dann stellt man einen Grill vor die Bar und jeder wirft was drauf und nebenbei spielt man eine Runde Tischkicker. Die Wellenreiter- und ehemalige Hippieresidenz Tarhazout in Marokko hat ein ganz ähnliches Flair.</p>
<p>Das Angebot an Restaurants ist inzwischen so gross, dass man bei 2 Wochen Aufenthalt jeden Abend woanders essen gehen kann. Bei den meisten Restaurants muss man aber Plätze &#8211; bei vielen auch das gewünschte Gericht &#8211; einen Tag im Voraus bestellen. Das Essen ist recht einfach, aber gut und mit Rechnungen zwischen 20-35 € für 4 Leute inklusive Getränke auch bezahlbar. Die überaus schmackhaften und sehr üppigen Fischgerichte sind ein Erlebnis, da kann man nix falsch machen. Ein weiterer Tipp ist gebratenes Zicklein im Naida. Die übrigen Fleischgerichte variieren in ihrer Qualität. Standardbeilage zu allen Gerichten ist Reis mit Pommes Frites, mancherorts gibt es noch etwas Gemüse dazu. Salat- und Gemüsefanatiker werden auf Dauer nicht glücklich auf der Insel. Wer Glück hat und es mag, kann an manchen Abenden zum Essen Livemusik geniessen.</p>
<p>Das Angebot für den späteren Abend beschränkt sich auf einige wenige Bars. Remmidemmi darf man nicht erwarten, nach mehrstündigen körperlichen Aktivitäten an der frischen Luft und einem befriedigenden Mahl hat uns dort diesbezüglich aber nichts gefehlt.</p>
<p>Touristen gegenüber habe ich die Leute als freundlich und in angenehmer Weise reserviert empfunden. Wenn man den Blickkontakt erwidert, lächeln oder nicken sie einem schon mal zu oder wechseln zwei, drei Worte mit einem &#8211; es könnte sich durchaus mehr draus entwickeln, aber man hat nicht das Gefühl, (berechnend) belagert zu werden. Das schönste Erlebnis hatte ich am Neujahrsmorgen, als mir Leute ihre Kirche zeigten, im Kirchhof stundenlang Musik machten und mich auch ein bisschen mittrommeln liessen.</p>
<p>Leute, die sich einen direkten Vorteil von einem erhoffen, sind natürlich wesentlich offensiver, aber auch nicht in der Penetranz wie man dies in manchen arabischen Ländern vorfindet. Je nach Individuum sind diese Begegnungen mehr oder weniger herzlich.</p>
<p>Die Spezies, die Touristen nur als auszunehmende Weihnachtsgans betrachtet, gibt es natürlich auch &#8211; und man spürt den Neid und die Erwartungshaltung, dass der blöde reiche Touri ein paar Escudos springen lässt, andererseits aber auch abschätzige Blicke und abwertende Bemerkungen. In den zwei Wochen unseres Aufenthaltes wurde dreimal ins Hotel eingebrochen &#8211; auch das ist Realität.</p>
<p>Momentan scheint die Balance zwischen denen, deren Leben sich im Vergleich zu 1980 nicht gross verändert hat &#8211; die Fischer, die Marktfrauen, die Bauern, die Handwerker &#8211; und denen, die vom Tourismus profitieren, noch einigermassen gewahrt und es bleibt wohl auch für viele was vom Tourismusgeschäft übrig. Angesichts der regen Bautätigkeit stellt sich leider die Frage wie lange noch? Bereits jetzt sind die meisten Unterkünfte und die besser und nobler geführten Bars und Restaurants in europäischer &#8211; hauptsächlich italienischer &#8211; Hand. Bei den Bars gibt es bereits jetzt eine klare Trennung zwischen Touristen und Einheimischen, über kurz oder lang wird sich dies vermutlich auch bei den Restaurants einstellen &#8211; wenn die sehr einfachen einheimischen Lokale nicht sogar über kurz oder lang dicht machen müssen, weil sie in Bezug auf Angebot und Ambiente nicht mehr mithalten können.<br />
Offenbar soll in den nächsten Jahren ein internationaler Flughafen gebaut werden, und die dann zu erwartenden Touristenmassen werfen bereits jetzt ihre Schatten voraus. Die neue Hotelzeile am Surfstrand habe ich schon erwähnt. Richtung Norden endet Sal Rei momentan noch auf dem Hügel am südlichen Ende der nächsten Bucht, an deren entgegengesetztem Ende, ca. 3 km entfernt, das Nobelhotel Marina Club kaum wahrnehmbar in den Felsen hängt. Diese Bucht wird in den nächsten Jahren flächendeckend von Süden her bis zur Mitte zugebaut werden &#8211; z.T. stehen bereits Rohbauten, z.T. sind Fundamente gelegt, z.T. erst sichtbare Strassenzüge erschlossen. Diese Häuser &#8211; so viel kann man schon sehen &#8211; sind mit denen im Ortskern im Hinblick auf Grösse, Stil und Ausstattung in keiner Weise mehr vergleichbar. über den Daumen gepeilt wird sich das Stadtgebiet am Ende der momentan bereits existierenden Bauvorhaben vervierfacht haben.</p>
<p>Im Prinzip passiert auf Boavista also momentan der klassische massentouristische Prozess, den man in jedem Erdkundebuch und jedem ethnogeographischen Film der letzten 30 Jahre beschrieben bekommt. Angesichts der starken Bautätigkeiten ausserhalb der momentanen Stadtgrenzen wird zusätzlich zur sozialen und kulturellen auch noch eine stärkere räumliche und emotionale Trennung zwischen Touristen und Einheimischen Einzug halten (Touristenghetto). Es werden in Zukunft sicher auch Touristen mit anderen Interessen und Bedürfnissen kommen. Und all dies wird mit Sicherheit auch die Grenze zwischen einheimischen Tourismusgewinnern und Tourismusverlierern stärker hervortreten lassen. Und der ablandige Wind wird natürlich dadurch auch nicht besser.</p>
<p>Schade.</p>
<h3>Autor</h3>
<p>Stephan Krüger</p>
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		<item>
		<title>Sal (4 Spots)</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Dec 2000 10:31:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kapverden]]></category>
		<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Kitesurfer]]></category>
		<category><![CDATA[Ponta Preta]]></category>
		<category><![CDATA[Rife]]></category>
		<category><![CDATA[Sal]]></category>
		<category><![CDATA[Santa Maria]]></category>
		<category><![CDATA[Shark Bay]]></category>
		<category><![CDATA[Wellenreiter]]></category>
		<category><![CDATA[Windsurfer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kurzinfo Geeignet für: Windsurfer, Kitesurfer, Wellenreiter Revier: Welle Windrichtung: beste keine Angabe, fahrbar keine Angabe Reisebericht Wir, Sepp und ich, nahmen unseren gemeinsamen jährlichen Surfurlaub wieder mal in Angriff. Nach Kanaren, Ägypten, Griechenland, Südafrika und dgl. waren die Kapverden nun unser Ziel. Reisetermin: 30. März 2000 bis 10. April 2000 &#8211; Optimal, da 11 Surftage [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Kurzinfo</h3>
<p>Geeignet für: Windsurfer, Kitesurfer, Wellenreiter</p>
<p>Revier: Welle</p>
<p>Windrichtung: beste keine Angabe, fahrbar keine Angabe</p>
<h3>Reisebericht</h3>
<p>Wir, Sepp und ich, nahmen unseren gemeinsamen jährlichen Surfurlaub wieder mal in Angriff. Nach Kanaren, Ägypten, Griechenland, Südafrika und dgl. waren die Kapverden nun unser Ziel. Reisetermin: 30. März 2000 bis 10. April 2000 &#8211; Optimal, da 11 Surftage nun anstanden.</p>
<p><b>Anreise:</b><br />
&#8230;umständlich, da Umsteigen von München aus in Frankfurt. Transfer rasch und unproblematisch.</p>
<p>Das mit 6 Stunden Reisedauer kann man vergessen. Anreise geht zwar noch einigermassen, aber die Rückreise über Westafrika beschert einem eine Reisedauer von fast 20 Stunden! (Macht aber nichts, denn man fliegt ja voller Erlebnisse zurück!)</p>
<p><b>Hotels:</b><br />
Sehr empfehlenswert das Nha Terra. Die anderen Möglichkeiten sind nur Durchschnitt. Am ehesten noch das Albatros, da es vom Spot her am besten liegt.</p>
<p><b>Essen:</b><br />
Fisch, Fisch, Fisch&#8230;aber ehrlich: frisch gefangener Thunfisch wird so vielseitig zubereitet, dass auch Fleischliebhaber zu echten Meeresfrüchte-Fans werden! Entlang des Strandes von Santa Maria gibt es einige äusserst leckere Restaurants.</p>
<p>Unbedingt vormerken: nahe von Patrick Heintz´s Bar &#8222;Kalema&#8220; gibt es eine weitere &#8222;Freiluft-Bar&#8220;: das Squeeze &#8211; jeden Donnerstag Grillabend! &#8211; Phantastisch einfach und freakige Stimmung!<br />
Überall am Strand kann man zu fairen Preise (wie zuhause) leckere Thunfisch-Snacks kaufen (dazu passend kühles Bier!) Frühstück ist im Nha Terra regelmässig und einfach: Cafe, Butter, Bananen, Käse und Marmelade (nach einigen Tagen haben wir uns dann Nutella und Cornflakes gekauft)</p>
<p><b>Where to go?</b><br />
Santa Maria klingt genau so wie es ausschaut &#8211; verschlafen und eine wenig moderne &#8222;high-noon-town&#8220;. Aber abends geht die Post ab. Wobei abends ab 24.00 Uhr ist. Wir starten immer in der Kalema-Bar unmittelbar neben der Pension Nha Terra. Hier werden Videos vom Tage gezeigt und man kann sein Mänöverkünste direkt bei einem Bier oder ähnlichem kommentieren. Tolle Idee von Patrick, täglich Videos zu drehen! Anschliessend schlendern wir dorfeinwärts ca. 200 m und biegen dann links ab. Richtung &#8222;Squeeze&#8220;. Irre Bar!! Zwar nur 2 Tische im freien, aber cooler Sound, absolut grooviger Barkeeper (Renaud Simhon &#8211; Waveboarder der Weltklasse) und wunderhübsche Barmaid. Nach einigen Umdrehungen treiben wir uns Richtung Dorfrand voran zur Disco &#8222;Pirate&#8220;. Total überfüllt, Caribian Sound und die Zeit vergeht wie im Flug! Wem´s hier nicht passt torkelt weiter wieder Richtung Dorfmitte zur anderen Disco (Name leider vergessen). So gegen Morgengrauen absolut empfehlenswert: &#8222;Rasta Bar&#8220; (als Fleissaufgabe selber suchen!! &#8211; aber leicht zu finden). Ca. 8 m2 gross, Mama bruzelt Thunfisch-Bällchen, statt Verputz an den Wänden überall Bob Marley-Poster, an der Decke das letzte RRD-Board in Virgin-Weiss und dazu Grog &#8211; knallt dir mit Sicherheit die Sicherungen durch, aber garantiert am nächsten Tag kein &#8222;Hammerwerfen-in-der-Gedächtnishalle&#8220;! Hier findet man meistens noch jenen Rest der Surfer aller Hautfarben und Nationen, die auch auf dem Wasser immer die Letzten sind. Mit dem Autopilot dann irgendwann wieder zurück in die Falle.</p>
<p><b>Surfen</b><br />
Station beim Hotel Albatros: F2 und North<br />
Station beim Hotel Morabezza: Mistral und Neil Pryde<br />
F2: klein und fein, auch einige JP-Modelle, alles optimal in Schuss<br />
Mistral: sämtliche Boardtypen ausreichend zur Verfügung, einige etwas mitgenommen trotz neuestem Baujahr</p>
<p>Bucht:<br />
halbmondförmig und von Landzunge zu Landzunge ca 3 km<br />
Luvseitige Landzunge: beherbergt das Hotel Albatros und der Spot; Wind vorherrschend von Luv-Landzunge Richtung Lee-Landzunge (also parallel zur Tangente des Halbmondes &#8211; klar?). Station klein, aber fein und ideal zum ausruhen zwischen den Surfsessions. Nur bei Flut irrer Shorebreak, der kaum Zeit zum Starten lässt. Ansonsten vom Albatros bis zur Luv-Zunge otpimaler Flachwasser-Spot, der Richtung offenes Meer das flache Wasser immer mehr anhebt und zu einer Glattwasser-Dünung werden lässt. Surft man weiter über die Landzunge, dann gehts ab: ca. 4 m hohe Dünung und bisweilen sehr ruppig! Weiter draussen ca 5 m hoch und ein wenig glatter, aber sehr gefährlich bei ev. Materialschäden, da man nicht mehr von Land aus gesehen werden kann!</p>
<p>Bei Standard-Tidenstand und Durchschnitts-Wind (5 Bft) dreht die Dünung um die Luv-Landzunge und beschert einem tolle Wellen &#8211; ca. 1,5 bis 2,5 m &#8211; die prima zum Abreiten sind! Immer wieder kann man zum Ausruhen oder Manövertraining einfach wieder halbwinds Richtung Albatros düsen und im Flachwasser sich entspannen!</p>
<p>In der Mitte der Bucht steht die Mistral-Station und das Hotel Morabezza. Station absolut Top, aber blöder Platz, da immer mit 2 bis 3 Schlägen und sehr weit hinaus Richtung Luv-Landzunge hochgesurft werden muss. Wurde im Sommer neu gebaut und soll nun toll aussehen. Shorebreak nie so heftig wie beim Albatros, aber bisweilen sehr tückisch und eine Freude für die Versicherungen. Beim Hochsurfen Richtung Albatros aufpassen! Denn zwischen den in der Bucht vertäuten Booten liegen mitunter Schwimmbalken und Taue, die so manchen heissen Ritt zu einem spektakulären Schleuderer mutieren liessen!</p>
<p>ie Wave-Spots Punta Preta und Rife sind zwar toll, aber wir waren mit dem &#8222;Hausrevier&#8220; auch immer gut bedient!</p>
<p>Warnung!<br />
Die Sicherheitseinrichtungen sind für solch ein Revier fahrlässig und lassen sehr zu wünschen übrig. Zwar beteuert jeder Veranstalter, dass Rettungsboote und Coastguards vorhanden sind, aber die Rettungsboote sind entweder verrottete Holzschinken und/oder ca. 50 m abseits des Ufers halb im Sand versunken oder Zodiacs ohne Luft, Trailer und Fahrzeug. Das mit dem Beobachten ist auch so eine Sache: hat man sich zu weit hinaus aufs offene Meer gewagt, ist die Dünung schlicht zu hoch, als dass von Land aus in ca 800 m Entfernung ein Surfer ausgemacht werden könnte! (während unseres Aufenthaltes wurden 2 Franzosen erst nach 2 Stunden Suche und trotz Hinweise anderer Surfer vollkommen erschöpft gefunden!). Der letzte rettende Punkt ist die leeseitige Landzunge. Danach hat man ca 2.500 Seemeilen Zeit, portugisisch zu lernen! Daher: ausserhalb der gedachten Linie zwischen den zwei Landzungen unbedingt immer zu Dritt surfen (einer bleibt beim Havaristen und der andere holt Hilfe) &#8211; alles andere ist fahrlässig!</p>
<p><b>Land und Leute</b><br />
Santa Maria ist sehr einfach und für unser Empfinden voller Kontrast. Da gibt es gepflegte Häuser (Nha Terra) und direkt gegenüber eher Baracken als Heimstätte ohne Wasser und sanitäre Einrichtungen. Aber dies scheint eingentlich niemanden zu stören. Alternative wäre: Island-hopping. Aber zu teuer und eigentlich ist es um den Surftag zu schade.</p>
<p>Eine Besichtigung der alten Salinen auf Sal lohnt sich auf alle Fälle. Man kommt da auch in der Hauptstadt der Insel vorbei und erlebt hier ein bisschen ein geschäftigeres Treiben als in Santa Maria. Auf der Rückfahrt Richtung Santa Maria sollte man unbedingt noch das natürliche Schwimmbasins besuchen &#8211; kennt jeder. Faszinierend, was die Natur so im im Laufe der Zeit für eine gigantische und anmutige Einkerbung in die Küste vollbracht hat! Ansonsten ist Sal eine einzige riesige Schottergrube, die nicht viel an Naturschönheiten hergibt.</p>
<p>Die Bevölkerung der KapVerden hat ihren Ursprung von den Sklaventransporten zwischen Afrika und der neuen Welt Amerika. Diese historische Situation spiegelt sich auch heute noch in der Bevölkerung wieder. Es braucht schon ein wenig Zeit, bis die Leute auftauen und man muss aktiv auf die Bevölkerung zu gehen, dann gibt´s schon a Gaudi! Nimmt man Ägypten als Beispiel, so ist die Gastfreundschaft zwar nicht kalt, wird aber nicht mit so viel Hingabe und Offenheit präsentiert, wie von den Ägyptern. Macht nichts, wir haben uns dennoch recht wohl gefühlt!</p>
<p><b>Gesundheit</b><br />
Sollte was Ernsthaftes passieren sofort zu den Kanaren fliegen lassen! Dort gibt es den gewohnten medizinischen Standard. Ansonsten empfehlen wir morgens ein Nutella-Brötchen garniert mit Bananenscheiben. Mit dieser Prophylaxe bekommt Ihr garantiert keinen Fluch-des-Pharao (der übrigens eher nicht im Wasser, sondern von der Hitze seinen Ursprung hat). Daher niemals ohne Kopfbedeckung, T-Shirt und Sonnencreme LS 25! Ausserdem empfehlen wir ca. 3 Wochen vor Antritt der Reise die Hände jeden Tag mit Nivea-Creme einzuschmieren. Die Haut wird dann elastisch und ihr könnt Euch das coole Tapen der Hände ersparen!</p>
<p><b>Und der Wind?</b><br />
Einfach irre! Wir waren 11 volle Tage auf Sal und hatten nur 2 Tage unter 3 Bft.! Ansonsten: 3 Tage 6-7 Bft und tolle Wellen, 4 Tage 5-6 Bft und normale Dünung, 2 Tage 4-6 Bft mit Shore-Break und irren Wellen in der Bucht (!!!!) ideal zum Body-Surfen (2,5 m-Wellen!!)</p>
<p>Das Wasser angenehm warm, beständiger Wind, ideale Bedingungen für Welleneinsteiger, kein Massentourismus. Sal war wirklich bis dato das Beste, was wir über die kalte Jahreszeit erlebt haben. Eine Steigerung wäre nur noch die ITOMA &#8211; ein auf Surfer spezialisiert Motor-Katamaran, die um die kapverdischen Inseln cruist! Die ist aber echt sau teuer. Aber vielleicht könenn wir Euch da auch noch einen Bericht in Zukunft abliefern.</p>
<h3>Autor</h3>
<p>Dieter Gröber</p>
<h3>Fotos</h3>
<p>Surfgerd (moehnesee.de.ms)</p>
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		<title>Sal Rei (Boavista)</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Mar 2000 10:31:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kapverden]]></category>
		<category><![CDATA[Afrika]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kurzinfo Geeignet für: Windsurfer, Kitesurfer Revier: Welle Windrichtung: beste keine Angabe, fahrbar keine Angabe Reisebericht Als im 18. Jahrhundert eines dieser großen Segelschiffe mal wieder den Atlantik von Afrika aus Richtung Südamerika überqueren wollte und ein Matrose plötzlich, nur 55o Kilometer vom afrikanischen Festland entfernt, Land in Sicht hatte, soll dieser vor lauter Bewunderung „Boa [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3>Kurzinfo</h3>
<p>Geeignet für: Windsurfer, Kitesurfer</p>
<p>Revier: Welle</p>
<p>Windrichtung: beste keine Angabe, fahrbar keine Angabe</p>
<h3>Reisebericht</h3>
<p>Als im 18. Jahrhundert eines dieser großen Segelschiffe mal wieder den Atlantik von Afrika aus Richtung Südamerika überqueren wollte und ein Matrose plötzlich, nur 55o Kilometer vom afrikanischen Festland entfernt, Land in Sicht hatte, soll dieser vor lauter Bewunderung „Boa Vista“, zu deutsch „schöne Aussicht“ ausgerufen haben. So war eine weitere der 15 Kapverdischen Inseln entdeckt und auch gleich mit einem Namen bedacht worden. Der Matrose konnte sich beim Anlanden auf der Insel dann wohl auch selbst davon überzeugen, das er sich nicht getäuscht hatte, denn diese Insel hat wirklich ihren ganz speziellen Reiz. Wenn man per Schiff diese Insel anläuft, spielt es keine Rolle wo, denn man wird wohl oder übel auf einen der kilometerlangen, menschenleeren, weißen Sandstrände treffen. Von diesen aus mag die Insel, ähnlich der Nachbarinsel Sal, wie eine Wüsteninsel erscheinen, doch bei einem genaueren Blick wird man viele grüne Oasen und Palmenwälder vorfinden. Wie schon erwähnt, ist dieses Fleckchen Erde sehr reizvoll, auch wenn man hier keine allzu gute Infrastruktur erwarten darf. Die Kapverden sind seit ihrem Kampf mit Portugal Anfang der siebziger Jahre eine eigene Republik und kämpft seither auch ums überleben. So wundert es nicht, das man hier eine relativ große Armut vorfinden wird, und trotzdem sind die Bewohner Boa Vistas ein sehr freundliches und extrem musikalisches Volk. Es mag einem im ersten Augenblick nicht so erscheinen, da man das Gefühl vermittelt bekommt, nur in trostlose Gesichter zu schauen, die niemals lachen werden, doch wenn man sie anspricht, wird man auch ein sehr nettes Grinsen zurückbekommen. Ansprechen sollte man sie übrigens in portugiesisch, einige auch in italienisch oder französisch. Mit Englisch wird man nicht allzu weit kommen. Das liegt daran, das es erst seit ca. einem Jahr wirklichen Tourismus auf der Insel gibt, der aber fast komplett von Italienern betrieben wird. Allerdings lernen einige der Einheimischen wie wild Fremdsprachen, da sie so ihre große Chance sehen der Armut zu entfliehen. Die andere Chance die gerade die Jugendlichen der Insel wittern, ist das Windsurfen, so darf man sich nicht über das relativ hohe Fahrkönnen einiger Insulaner wundern.</p>
<p><b>Der Wind auf den Kapverden</b></p>
<p>Boa Vista ist die östlichste der kapverdischen Inseln und liegt auch noch in der sogenannten Sotavento Zone. Diese Zone wird jeden Winter vom Nordost Passat belüftet. Das ist der gleiche Wind, der im Sommer auf den Kanaren für soviel Freude sorgt. Im Winter verschiebt sich eben dieser Nordost Passatwindgürtel südlich Richtung Äquator, zu den Kapverdischen Inseln. Dementsprechend sind auch die besten Windmonate in dieser Region November bis April, fast identisch übrigens mit der Swellzeit in dieser Zone. Der Passatwind an sich ist allerdings oft nur ein eher laues Lüftchen und so braucht er meistens etwas Unterstützung, entweder durch Berge und Täler wie eben auf den Kanaren oder durch eine gut funktionierende See – Land – Thermik, wie es auf den Kapverden der Fall ist. So kann man fast täglich bei 5-6 Beaufort Windsurfen, die Windwahrscheinlichkeit liegt hier bei nahezu 90%.</p>
<p>Da die Kapverden inmitten des Atlantiks liegen, kommt es auch häufiger vor, das stärkere Tiefdruckgebiete über sie hinwegziehen. Diese bringen zwar keinen Regen, dafür aber häufig einen recht stabilen Wind mit. Falls der Passat im Einklang mit der Thermik also einmal nicht so richtig funktionieren sollte, kein Problem.</p>
<p><b>Das Revier</b></p>
<p>Wer nach Boa Vista kommt um Windsurfen zu gehen, sollte sich in die Bucht des Hauptortes „Sal Rei“ begeben, denn an den meisten anderen Plätzen der Insel behindern Felsbrocken und starke Strömungen gepaart mit einem mächtigen Shorebreak den Spaß.</p>
<p>Die besten Einstiegsstellen befinden sich direkt vor den beiden Windsurfcentern. Von dort aus hat man eine unglaubliche Vielfalt an Revieren zur Auswahl und das von ein und dem selben Startplatz aus. Gleich vor den Surfstationen befindet sich ein Revier, das jedem Freestyler das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt. Der Wind kommt hier schräg ablandig von rechts. Das Wasser ist somit in Ufernähe sehr flach und etwas weiter draussen bilden sich traumhafte Schanzen für Sprünge aller Art.</p>
<p>Mit einem einzigen Schlag nach Luv, Richtung der Ortschaft Sal Rei, werden Wave hungrige finden, wonach sie vielleicht schon lange gesucht haben, besonders wenn sie auf große, schnelle Wellen scharf sind. An normalen Tagen brechen die Wellen gleich vor dem Hafen mit etwa drei Metern. Kommt allerdings ein Swell dazu, bauen sich diese Wellen nicht selten auf weit über Masthoch auf. Das ist dann auch nur noch wirklich sehr guten Wave Fahrern zu empfehlen, da die Welle wirklich sehr schnell, kraftvoll und vor allem hohl bricht. Trotzdem muß hier niemand auf seinen Spaß oder seine ersten Erfahrungen in der Welle verzichten, da diese großen Klopfer ungefähr 100 Meter weiter nach Lee noch mal mit etwa ein bis zwei Meter brechen und dann auch sehr ungefährlich sind.</p>
<p>Startet man von den Surfstationen nach links, kann man bei Swell die wohl längsten Wellen fahren. Erwischt man eine Welle gleich vor den Stationen, kann man diese bis weit in die Bucht, das heißt etwa 1,5 – 2 Kilometer weit abreiten. Diese Wellen haben aber auch einen großen Nachteil, Fehler nicht gestattet. Der Wind kommt hier ziemlich ablandig und die Wellen kommen recht schnell hintereinander, das heißt das man bei einem Sturz eventuell keinen Wind mehr zum starten bekommt und somit ständig „gewaschen“ wird, was meist aufgrund der geringen Wassertiefe mit Materialbruch endet.</p>
<p>Sollte es keinen Swell geben, empfiehlt es sich aber umso mehr, eben an diese Stelle zu fahren, dann bietet sich einem hier eine wunderschöne Speedpiste mit Wasserfarben von weiß über alle möglichen türkis töne bis in ein faszinierendes blau und im Hintergrund riesige weiße Sanddünen. Die perfekte Kulisse also, um im warmen Wasser seine neuesten Moves zu probieren oder sich einfach dem Gleitrausch hinzugeben.</p>
<p>Wer noch nicht ganz so weit ist, sollte lieber direkt vor den Surfcentern bleiben, da das Wasser bei Ebbe dort sehr weit stehtief ist, und man sich durch die vorgelagerte „Ilheu de Sal Rei“ , einer kleinen vorgelagerten Insel, etwas sicherer fühlt. Für reine Anfänger ist dieser Spot, auch aufgrund des leicht ablandigen Windes, eher nicht zu empfehlen.</p>
<p><b>Ohne Wind nichts los?</b></p>
<p>Was macht man auf einer kleinen Insel, wenn der Wind mal nicht ganz so stark bläst oder völlig die Arbeit verweigert ? Eine ganze Menge, auf jeden Fall auf Boa Vista. Sollte der Wind mal nicht ganz zum Gleitvergnügen mit dem Windsurfboard ausreichen, hat man die Möglichkeit an einer der beiden Surfstationen einen Kitekurs zu belegen. Einfach ausleihen und probieren geht leider nicht, da es verständlicherweise zu gefährlich wäre.</p>
<p>Wer bei wenig Wind mal einen Wasserfreien Tag machen möchte, kann sich bei der Station des Franzosen Francois Guy einen Strandsegler ausleihen. Bleibt der Wind aber ganz aus, gibt es trotzdem meistens ausreichend große Wellen zum Wellenreiten. Es empfiehlt sich also seinen Wellenreiter, falls vorhanden, einzupacken. Ansonsten kann man sich auch einen an den Surfstationen ausleihen.<br />
Hat man an den windstilleren Tagen überhaupt keine Lust auf irgendwelche sportlichen Aktivitäten, sollte man sich auf Erkundungstour über die Insel begeben. Jedes der drei großen Hotels „Estoril“, „Las Dunas“ und „Marine Club“ bietet fast täglich geführte Inseltouren mit einem Aluguer, das sind Pick Up’s mit Bänken auf der Ladefläche, an. Man hat auch die Möglichkeit sich einen Jeep oder ein Squad, eine Art vierrädriges Motorrad, auszuleihen, allerdings ist es nicht unbedingt zu empfehlen, da die Attraktionen wie der Santa Monica Beach, das Schiffswrack in Santa Maria oder die alte Ziegelei in Chaves nur durch die Sanddünen führt und es keinerlei Beschilderungen gibt.</p>
<p>Das Freizeitbüro des Hotels „Las Dunas“, das „Boa Vista Watersport System“, bietet zudem in der Zeit von Januar bis April täglich Whale watching Touren, und ganzjährig Hochseeangeln und Tauchen an. Dort kann man sich auch bei Bedarf eines der etwas älteren Mountainbikes ausleihen. Für Familien mit Kindern ist Boa Vista nicht so richtig zu empfehlen, da es für sie wenig Attraktionen und Aktivitäten gibt.</p>
<p><b>Abendprogramm und Unterkünfte</b></p>
<p>Parties, Discos oder eine Strandpromenade mit unzähligen Cafe´s hat Boa Vista noch nicht zu bieten, aber trotzdem muß man sich hier abends nicht langweilen. Wer den Abend mit dem Essen beginnen möchte, hat drei Möglichkeiten. Zum ersten kann man sich in eines der großen Hotels begeben und ein großes Menü zu einem stattlichen Preis verschlingen. Wer es etwas günstiger haben möchte geht am besten in eine der beiden Pizzerien „Esplanada“ oder „Giulianos“, wo man aber nicht die gewohnte Auswahl erwarten darf. Meistens hat man die Möglichkeit zwischen drei oder vier verschiedenen Pizzen oder Pastas auszuwählen. Die dritte Möglichkeit ist eines der einheimischen Restaurants, die eher wirken wie ein Garten mit Campingmobiliar, „Naida“, „Oasis“ oder „Rosy’s Bar“. Dort muß man immer einen Tag vorher vorbestellen und hat dann meist die Auswahl zwischen fünf bis sechs Gerichten. Ein kleiner Tip, die Langusten muß man einfach einmal probiert haben. Möchte man lieber bei europäischen Gerichten bleiben, sollte man sich in den Nachbarort Rabil begeben. Dort kocht ein Kapverder, der für zwanzig Jahre in der Schweiz gekocht hat, in seinem Restaurant „Sodade di nha terra“ alles was das Herz begehrt. Hier kann man sogar bei Vorbestellung ein echt schweizer Käsefondue bekommen.<br />
Nach dem Essen führt der Weg meistens in den „Pub Cabana“, der von der ehemaligen Miss Kapverden geführt wird, oder in eine der kleinen einheimischen Bars, in denen es oft auch sehr gemütlich und lustig zugeht. Die Hotels Marine Club und Las Dunas veranstalten zwei bis dreimal die Woche Tanzveranstaltungen, bei denen kapverdische Tänzer ihr können unter Beweis stellen, was man unbedingt gesehen haben sollte, und nachher kann dann auch selber das Tanzbein geschwungen werden.</p>
<p>Um die Unterkünfte bemüht man sich am besten gleich von Europa aus, da die Kapazitäten noch sehr gering sind und die Unterkünfte daher oftmals völlig ausgebucht sind. Die besten Adressen sind die schon erwähnten Estoril, Las Dunas oder der Marine Club mit einer Bungalowanlage etwas ausserhalb von Sal Rei. Etwas geringeren Standart weisen die Pensionen Pousada da Boa Vista und Residencial Bom Sossego auf. Wer trotzdem eher spontan auf die Insel kommt hat eventuell Glück und findet ein Zimmer in einer der kleinen Pousadas oder Privatzimmer. Dazu am besten in einer der vielen kleinen einheimischen Bars nachfragen.</p>
<p><b>Anreise</b></p>
<p>Die Anreise erfolgt entweder von München mit der Cabo Verde Airlines oder von Frankfurt mit der Condor bis Sal. Von Sal aus geht’s dann weiter mit einer kleinen Maschine der Cabo Verde Airlines oder der Cabo Verde Express nach Boa Vista. Der Transfer vom Flughafen nach Sal Rei dauert mit dem Aluguer zehn Minuten. Die Mitnahme von eigenem Material ist momentan noch etwas schwierig, da die Maschinen von Sal nach Boa Vista nicht das ausreichende Ladevolumen haben. Man muß sich also darum kümmern das ein Schiff das Surfgepäck die sechzig Kilometer Seeweg nach Boa Vista bringt.</p>
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